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Berlin. Infolge des Herbststurms „Xavier“ hat es zwischen dem 5. Oktober 2017 und dem 12. Oktober 2017 3.723 Zugausfälle und 3.986 Teilausfälle von Zügen im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) bei der Deutschen Bahn AG (DB AG) gegeben. Das geht aus der Antwort (19/147) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/63) hervor. Im Fernverkehr der Bahn (SPFV) hat es laut der Antwort 408 Ausfälle und 852 Teilausfälle von Zügen gegeben. 275.548 Fahrgäste seien davon betroffen gewesen. Im Nahverkehr habe die Zahl der betroffenen Fahrgäste bei 1,3 Millionen gelegen.

Nach Einschätzung der Bundesregierung ist die DB AG „gut gerüstet“, um Sturmschäden zeitnah zu beheben. Nach Extremwetterereignissen setze die DB Netz AG Hubschrauber ein, um das Ausmaß des Ereignisses zu erfassen und zu bewerten, heißt es in der Antwort. Gleichzeitig würden neben den lokal und überregional verfügbaren Mitarbeitern und Maschinen Feuerwehr und THW für die Beseitigung der umgefallenen Bäume eingesetzt. Nach der sukzessiven Räumung erfolge die umgehende Instandsetzung der Oberleitung mit anschließender Freigabe der Strecke.

Das Krisen- und Störfallmanagement der DB AG sei „grundsätzlich gut organisiert“, schreibt die Regierung in der Vorlage. Während des Sturmtiefs „Xavier“ und des Ende Oktober folgenden Sturmtiefs „Herwart“ habe sich jedoch Änderungsbedarf in verschiedenen Handlungsfeldern ergeben. Kernhandlungsfelder liegen nach Angaben der Bundesregierung in den Bereichen Fahrgast- und Kundeninformation sowie Verbesserung der Fahrgastbetreuung am Bahnhof; bei der Synchronisierung betrieblicher Prozesse und bei der Störfallvermeidung durch Prävention, speziell der Vegetationsbeseitigung. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe aus Unternehmen der DB AG und externen Unternehmen würden daher Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet, mit deren Umsetzung bereits begonnen worden sei.