Grafik: Dipl.-Des. Susanne Tutein

Tango im Oktett

Weimar. Es war das Jahrhundertgenie Rostropovitch, das den Tango für das Cello entdeckte. Die große Bühne des Tangos betritt nun auch das Weimarer Celloensemble „Die Celliszten“. Acht Studierende der Weimarer Musikhochschule und ihr Professor Wolfgang Emanuel Schmidt haben mit aller Leidenschaft die Hochschul-CD „Con Passione“ eingespielt, die am Donnerstag, 14. Dezember um 18:00 Uhr im Festsaal Fürstenhaus vorgestellt wird. Bei diesem vorweihnachtlichen Konzert der besonderen Art erklingen Auszüge aus Heitor Villa-Lobos „Bachianas Brasileiras Nr. 1“ und aus Helmut Abels „Breve trilogia tanguera“. Der Eintritt ist frei!

Der Tango vereint Anmut, Eleganz, Leidenschaft, Sinnlichkeit, Wärme, Temperament, Raffinesse und Virtuosität. Geboren wurde der Tanz im Argentinien des späten 19. Jahrhunderts, seit den 1920er Jahren eroberte er die Welt. Einer seiner bekanntesten Komponisten ist der Brasilianer Heitor Villa-Lobos. In seinem Zyklus „Bachianas Brasileiras“ verbindet er barocke Stilelemente mit brasilianischen Tanzrhythmen. Der Berliner Akkordeonist und Komponist Helmut Abel hat seine Trilogie eigens für „Die Celliszten“ komponiert. Brillant, klangsinnlich, technisch herausfordernd erinnert er an die große Zeit des Tangos.

Im Festsaal Fürstenhaus musizieren die Cello-Studierenden Zuzanna Sosnowska, Friedrich Thiele, Friederike Luise Arnholdt, Young-Phil Hyun, Rapahel Paratore, Sarina Zhang, Joel Blido, Ivan Skanavi – und ihr Lehrer Wolfgang Emanuel Schmidt. Obwohl sie alle auch solistische Aufgaben übernehmen, verschmilzt ihr Klang wie zu einem einzigen 32-saitigen Violoncello. Zwar nicht beim Konzert im Festsaal, aber auf der CD „Con Passione“, sind neben Villa-Lobos und Abel auch noch zwei Stücke von Astor Piazzolla zu hören, dem Meister des Nuevo Tango, der Tradition mit neuen Elementen aus Jazz und Klassik vermischt.


Bildmotiv vom CD-Cover. Grafik: Dipl.-Des. Susanne Tutein.