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Ingolstädter Kunststofffolienhersteller ConvertFlex investiert 25 Mio. Euro im Industriegebiet „Am Bahnbogen Saalfeld“

Im Pressegespräch am Nikolaustag informierte Investor Dr. Franz Schleicher über den geplanten Bau einer Produktionsanlage für Kunststofffolien auf einer Fläche von gut 65 000 qm in Saalfelds letztem freiem Industriegebiet „Am Bahnbogen Saalfeld“. Bis 2019 werden in einem ersten Schritt 25 Mio. Euro
am Produktionsstandort Saalfeld investiert. Etwa 25 bis 30 Arbeitsplätze, vorwiegend im Fachkräftebereich, sollen entstehen. Ziel der Ingolstädter ist allerdings eine langfristige Entwicklung am Ort mit letztlich bis zu 80 Beschäftigten.

„Dass die Mitarbeiter hier nicht vom Himmel fallen und es in der Region wenig Kunststoffprofis gibt, ist uns mit Sicherheit bewusst. Daher werden wir Fachkräfte aus der Region auch an den anderen Standorten der Unternehmensgruppe mit ausbilden“, versicherte ConvertFlex-Geschäftsführerin Maria Köppl und fügte hinzu, „Wir haben schon Bewerbungen, aber hoffen ab jetzt auf noch deutlich mehr Interessierte.“
Sechs Standorte besah sich Dr. Schleicher im gesamten Bundesgebiet – darunter Industrieflächen im Ruhrgebiet und Bayerischer Wald sowie in Bitterfeld und Bremen. In der Unternehmensgruppe wird seit 2012 die Diskussion für eine Erweiterung geführt. Mit Saalfeld wurden die Gespräche seit zwei Jahren beständig intensiviert. Zunächst war Niederbayern eine Alternative. Ausschlaggebend waren jedoch Stromanschlüsse, die logistische Anbindung, die Bemühungen der jeweiligen Kommune und nicht zuletzt das Zwischenmenschliche. „Die Flexibilität der Stadt hat sich ausgezahlt. Letzten Endes war es eine Frage der Chemie untereinander und der Belastbarkeit von Aussagen, die für dauerhaftes Vertrauen notwendig sind. In Bürgermeister Matthias Graul und Stadtentwicklungsdezernentin Bettina Fiedler haben wir dieses gefunden, zumal sie sich für ihre Stadt ordentlich engagierten“, beschrieb Dr. Schleicher. Auch die Unterstützungsleistungen der Wirtschaftsförderagentur Saalfeld-Rudolstadt in Person von Geschäftsführer Matthias Fritsche würdigte der Investor.

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Sein Sohn Gregor Schleicher stellte heraus, dass auch die Arbeitsplatzsituation in Saalfeld mit den Ausschlag gab: „Bedeutend war für uns u. a. dass es in der Region keine Automobilindustrie gibt. Wir waren es leid, immer für die Automobilindustrie auszubilden. Trotz Übernahmegarantie konnten wir in Ingolstadt lediglich 4 von 90 Auszubildenden im Unternehmen halten. Der Rest ist zum dortigen Automobilhersteller oder zu Zulieferern gewechselt. Das ist schon ziemlich frustrierend. Wir setzen in Saalfeld auf Treue und Beständigkeit in der Belegschaft.“

Die Saalfelder Produktion im Schichtdienst soll im zweiten Quartal 2019 starten – wenn alles nach Plan verläuft und insbesondere Genehmigungen zeitig erteilt werden. „Wir werden unseren Teil, da wo wir zuständig sind, zügig abarbeiten. Und da wo wir nicht zuständig sind, werden wir die Türen mit öffnen“, versprach Bürgermeister Graul.

Für die Firma Convertflex, die ihren Sitz in der Feengrottenstadt nehmen wird, ist es der erste Produktionsstandort. „Jeder Standort ist ein Kompetenzzentrum. Die in Saalfeld produzierten Tiefzieh-Barrierefolien fehlen noch im Portfolio der Unternehmensgruppe“, bekräftigte Gregor Schleicher. Angepeilt ist bei entsprechender Auslastung ein jährlicher Umsatz von 20 bis 30 Mio. Euro. „Und die Gewerbesteuer wird dort gezahlt, wo produziert wird. Das garantieren wir“, versprach Dr. Franz Schleicher in unnachahmlich Ur-bayerischer Unternehmermanier.

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