o. T. Foto: Anne Stöckmann

Jena. „Verlorene Orte“ nennt Anne Stöckmann die Ausstellung ihrer Fotos, die heute Nachmittag, 17.00 Uhr, im Foyer vor der Aula der EAH Jena (Haus 4, EG) eröffnet wird.

Seit zehn Jahren hält die in Berlin geborene Fotografin den Verfall leerstehender Gebäude, vor allem im Osten Deutschlands, mit ihrer Kamera fest. Dabei verschlägt es sie oft in ehemalige VEBs – volkseigene Betriebe, Ferienheime und andere Objekte aus DDR-Zeiten, die manchmal bereits seit der Wendezeit leer stehen. Nicht selten sind dabei auch komplette Einrichtungen, Akten, persönliche Gegenstände oder anderen „Zeitzeugen“ erhalten.

Die Fotos, die sich durch einen eher nüchternen, dokumentarischen Stil auszeichnen, stellen dies alles weitgehend unverfälscht, in der originalen Atmosphäre dar. Unmittelbare Motive sind für Frau Stöckmann Farben, Formen und Strukturen des Verfalls. Dem Betrachter fällt, neben verblassenden Farben und bröckelnden Formen, vielleicht das junge Grün ins Auge, das sich manche Plätze wieder zurückholt. Insofern stellt sich die Frage, ob diese Orte wirklich „verloren“ sind?

Verlorene Orte?
Ausstellung ab dem 15. Dezember an der EAH Jena.

Die Ausstellung ist bis zum 16. Februar 2018, von Montag bis Freitag in der EAH Jena zu sehen. Zwischen den Festtagen ist die Hochschule geschlossen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here