Jena. Einer 25 Jahre alten Studentin wurde am Donnerstag gegen 16:00 Uhr im Hörsaal 3 der Friedrich-Schiller-Universität der Rucksack gestohlen, während sie kurz auf der Toilette war. Darin befand sich ihre Geldbörse mit 100 Euro Bargeld, zwei Geldkarten und ihre Krankenversicherungskarte. Bereits am Mittwoch hatte es einen ähnlichen Diebstahl gegeben.

In einem Labor der Universität in der August-Bebel-Straße hatte eine Studentin ihren Rucksack abgestellt. Als sie am Abend nach hause wollte, musste sie feststellen, dass jemand die Geldbörse mit ihren Ausweisen, dem Führerschein und anderen persönlichen Unterlagen gestohlen hatte.

Betrügerischer Anruf

Eine 72 Jahre alte Frau erhielt Donnerstagvormittag einen Telefonanruf. Unter der Nummer 0711 252525 meldete sich eine Frau mit „Amtsgericht Stuttgart“. Sie teilte mit, dass ein Pfändungsbeschluß vorläge, der aber auch außergerichtlich geklärt werden könne. Für nähere Informationen soll bitte auf dem Display die Nr. 2 gewählt werden. Dies tat die Angerufene nicht und beendete das Gespräch. Ihre eigenen Recherchen im Internet ergaben, dass das Amtsgericht Stuttgart auf seiner Website vor genau dieser Betrugsmasche warnt und zu Strafanzeigen bei der Polizei rät.

Zeugen für Drogenfahrt gesucht – Wer wurde gefährdet?

Eine Autofahrerin rief am Donnerstag um 17:20 Uhr über Notruf die Polizei, weil der Fahrer eines blauen VW Polo auf der Stadtrodaer Straße stadteinwärts in Schlangenlinien fuhr, dabei die komplette Straßenbreite benötigte und andere Fahrzeuge anhupte. In Höhe des Stadions nahm eine Streifenwagenbesatzung mit Sondersignal die Verfolgung auf und zeigte dabei auch die Aufforderung „Stopp Polizei“.

Daraufhin beschleunigte der Fahrer des Polos, nutzte dabei die von anderen Autos gebildete Rettungsgasse und rammte einen orangefarbenen Kleintransporter. In der Wöllnitzer Straße missachtete der Flüchtende eine rote Ampel und schaltete nun auch das Licht am Auto aus. Passanten auf der Straße mussten zur Seite springen, um nicht umgefahren zu werden.

Auf dem Seidelparkplatz ließ er das Auto offen stehen und flüchtete zu Fuß. Die Beamten fanden im Inneren des Polo das Portemonnaie des Beschuldigten mit EC-Karten und Führerschein, außerdem ein Cliptütchen mit einer weißen Substanz, bei der es sich wahrscheinlich um Drogen handelt. Noch als die Beamten dabei waren, das Auto zu durchsuchen, kam der Fahrer zurück und wollte nun unauffällig an seinem PKW vorbeilaufen.

Allerdings gab der Mann sofort zu, der Fahrer des Autos gewesen zu sein, als die Beamten ihn danach fragten. Beim Anlegen der Handfessel leistete er Widerstand. Seine roten Augen, die verwaschene Sprache und sein Verhalten deuteten auf Drogenkonsum hin. Deshalb musste sich der 37-Jährige im Anschluss einer Blutentnahme unterziehen. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Wer wurde am Donnerstag gegen 17:20 Uhr von dem Fahrer des blauen VW Polo gefährdet oder geschädigt? Hinweise bitte an die Jenaer Polizei unter Tel. 03641 1123.