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Erfurt. Thüringer Gemeinden haben Ärger mit steuersäumigen Hundehaltern. Nach einer Umfrage von MDR THÜRINGEN belaufen sich die Steuerschulden der registrierten Hundebesitzer auf bis zu 30 Prozent. Die Stadt Erfurt beklagt jährliche Außenstände zwischen „100- und 150.000 Euro“. In Jena waren es im vergangenen Jahr über 56.000 Euro. In Altenburg, Rudolstadt, Sonneberg und anderen kleineren Städte werden jährlich hunderte Schuldner angemahnt und bei Nichtzahlen auch gepfändet. Viele der befragten Gemeinden gehen zudem von einer Hunde-Dunkelziffer aus.

Um den Steuerausfall zu begrenzen, beauftragen die Städte ihre Ordnungsämter oder Fremdfirmen mit der Kontrolle.

Die Hundesteuer ist eine Pflichtabgabe, deren Höhe die Kommunen selbst festsetzen können. Die Jahresbeträge belaufen sich in Thüringen zwischen 15 und 100 Euro. Die Steuern sind nicht zweckgebunden und fließen in den allgemeinen Haushalt.

Für die Umfrage wurden Ende Oktober Thüringer Städte und Verwaltungsgemeinden angeschrieben. Die Anzahl von über 120 Antworten erfüllt nicht die Kriterien einer repräsentativen Erhebung. Der Rücklauf spiegelt aber alle Landesteile und alle Gemeinde-Größen wider.

Mehr Informationen finden Sie unter www.mdr.de/thueringen.

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