Walsmann (CDU): Bei der Innenstadt nicht länger klagen, sondern handeln!

Erfurt. „Wenn unsere Innenstadt nicht noch weiter ausbluten soll, muss der Oberbürgermeister endlich handeln und nicht ständig nur klagen. Die jetzige Situation am westlichen Anger ist ebenfalls Ausdruck dessen, dass derzeit nur zugeschaut wird“, moniert CDU-Stadträtin Marion Walsmann.

Walsmann nimmt die aktuellen Meldungen zur Entwicklung am westlichen Anger zum Anlass, ein unmittelbares Handlungskonzept für die Innenstadt sowie dessen entsprechende Umsetzung zu fordern. Die Diskussion über die Auswirkungen des Online-Handels auf die Geschäfte nicht nur in der Innenstadt hält sie für wichtig, aber nicht für allein ausschlaggebend. Wesentliche Probleme der Erfurter Innenstadt hält sie für hausgemacht. Das dem Stadtrat vorgelegte Zentrenkonzept benennt zwar bereits treffenderweise die Probleme, bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen zur Förderung der Innenstadtgeschäfte und zur Steigerung der Attraktivität wird man allerdings nur schwer fündig. Auch werde die Begegnungszone vielmehr zu einer Parkverbotszone. „Damit hält die Stadtverwaltung die Kundschaft aus der Innenstadt eher fern, als dass sie diese anlockt. Innenstadt-Shoppen ohne zentrumsnahe Parkmöglichkeiten ist für viele nicht attraktiv“, kritisiert die Stadträtin.

Walsmann fordert daher die Schaffung der infrastrukturellen Grundlagen, die Erfurts Innenstadt wieder attraktiver machen – sowohl für Einzelhändler, als auch für die Kundschaft. Dazu zählen das Aussetzen der Begegnungszone, die Schaffung neuer Parkhäuser, günstigere Parkgebühren, Kurzstrecken- oder Park-Kombi-Tickets für die Straßenbahn sowie der Ausbau der P&R-Möglichkeiten. Damit einhergehend müsste außerdem die Grundlage für ein deutlich umfangreicheres Warenangebot geschaffen werden. Schlecht erschlossene Bereiche der Innenstadt, wie beispielsweise der westliche Anger, müssten besser einbezogen werden, sodass auch dort Angebot und Nachfrage zu Gunsten aller Beteiligten ins Lot kommen. Vor allem der Online-Handel und andere Städte sind als die eigentliche Konkurrenz zu verstehen. „Neidisch können wir in Erfurt derzeit beispielsweise nach Leipzig schauen. Wenn man dort am Hauptbahnhof in den Zug nach Erfurt steigt, sieht man auch viele Erfurter mit vollen Einkaufstaschen, die ihr Shopping-Erlebnis inzwischen leider nicht mehr in Erfurt finden“, betont Walsmann abschließend.

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