Erfurt. Begegnungszone und Parkraumkonzept, diese beiden Schlagworte stehen für eine grundlegende Veränderung im ruhenden Verkehr der Erfurter Innenstadt.

Die Begegnungszone steht für eine verkehrsberuhigte mittelalterliche Altstadt, in der ausschließlich Anwohner den vorhandenen Parkraum nutzen können. So soll die Altstadt noch attraktiver für Fußgänger und Besucher werden. Die Begegnungszone ist der letzte Schritt in der Neuordnung der Parkraumbewirtschaftung der Landeshauptstadt.

Vorher steht die geplante Erweiterung der Bewohnerparkgebiete um die Altstadt herum. Ziel ist es dabei, dass Anwohner bei der Parkplatznutzung gegenüber Ortsfremden bevorzugt werden, die künftig fürs Parken zahlen müssen.

Neben Anwohnern, die mit einem Bewohnerparkausweis (30 Euro pro Jahr) kostenfrei parken können, gibt es auch für Handwerker, Pflegedienste und andere Dienstleister die Möglichkeit, mit einem Serviceparkausweis (160 Euro pro Jahr) dort ohne Parkschein ihren Wagen abstellen zu können.

„In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die gemeinsame von IHK, Stadt Erfurt und angrenzenden Kommunen vereinbarte Liste der zulässigen Nutzer für diesen Ausweis überprüft werden muss. Prominentes Beispiel ist die aktuelle Diskussion um den Beruf der Hebamme – die können diesen Ausweis noch nicht erhalten. Das ist eine Diskussion, die wir ernst nehmen müssen“, sagt Alexander Hilge, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften.

„Wir haben deswegen mit der IHK Kontakt aufgenommen und werden kurzfristig mit den benachbarten Kommunen eine überarbeitete Liste abstimmen und veröffentlichen. Ich habe deshalb den geplanten Start des Parkraumkonzeptes zum 15. Januar in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister vorerst angehalten“, sagt Alexander Hilge. „Bis zur abschließenden Klärung des Nutzerkreises gilt noch die Gebührenfreiheit.“ Anwohner, die bereits jetzt schonen einen Bewohnerparkausweis haben, bekommen die Zeit bis zur endgültigen Aktivierung beim nächsten Ausweis gut geschrieben.

„Gleichzeitig wollen wir diese Zeit nutzen, um neben dem Handyparken auch die Zahlung per EC-Karte an ausgesuchten umsatzstarken Parkscheinautomaten zu ermöglichen“, sagt Hilge.

„Neben dem geplanten Ausbau der PR-Kapazitäten am Standort Messe und Ulan-Bartor-Straße werden wir die nächsten Monate den Parkdruck in den angrenzenden Wohngebieten beobachten. Wenn wir danach feststellen, dass auch dort Bewohnerparkzonen Sinn machen, werden wir sie zeitnah einführen“, so Hilge weiter.

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