Foto: Steffi Loos
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Gülke meets the Klenkes: Gesprächskonzert mit dem Ehrendoktor und Ehrensenator der Weimarer Musikhochschule

Weimar. Mit stolzen 83 Jahren amtiert er noch als Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker: Der Dirigent, Musikwissenschaftler und Buchautor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Gülke wird Ende dieser Woche in Weimar zu erleben sein. Im Rahmen eines Gesprächskonzerts tritt er am Freitag, 12. Januar um 19:30 Uhr im Saal Am Palais auf – gemeinsam mit den vier Damen des Klenke Quartetts, allesamt Absolventinnen der Weimarer Musikhochschule. Peter Gülke, ein begnadeter Redner, ist neben seinen vielen Rollen und Ämtern auch Ehrendoktor und Ehrensenator der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Auf dem Programm des Gesprächskonzerts stehen Franz Schuberts Streichquartett in C-Dur D 46 sowie Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett in D-Dur op. 44/1. „Musik lädt dazu ein, zum wiederholten Mal gehört zu werden“ lautet das Motto, unter das der ausgewiesene Schubert- und Mendelssohn-Kenner Peter Gülke seinen Auftritt im Konzert der AUFTAKT-Reihe des Klenke Quartetts gestellt hat. Eintrittskarten zu 18 Euro, ermäßigt 15 Euro (Kinder: 2 Euro), gibt es an der Abendkasse sowie bei der Tourist-Information Weimar.

Peter Gülkes Leben und Schaffen kann als Grenzgang beschrieben werden: Da ist zunächst der biografische Weg von Ost nach West und wieder zurück in den Osten mit Weimar als Ausgangs- und vorläufigem Zielpunkt, dem sich eine zweite Grenzüberschreitung hinzugesellt: die geglückte Doppelexistenz als Musiker und Musikwissenschaftler. 1934 in Weimar geboren, studierte er an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Musik. Nach Zwischenstationen in Rudolstadt, Stendal, Potsdam, Stralsund und Dresden wurde er zunächst Generalmusikdirektor der Staatskapelle Weimar.

1975 machte er als Musikwissenschaftler auf sich aufmerksam – mit dem heute als Klassiker gehandelten Buch über die Musik des europäischen Mittelalters „Mönche, Bürger, Minnesänger“. Von einem Gastspiel, das ihn 1983 nach Hamburg führte, kehrte Peter Gülke nicht in die DDR zurück. Nach seiner Habilitation an der TU Berlin fand der Musikpraktiker einen neuen Schaffensort in Wuppertal, während der Theoretiker vielbeachtete Studien zu Brahms, Bruckner und Schubert veröffentlichte. Die Liste der ihm zugedachten Ehrungen ist lang und verzeichnet für die jüngere Vergangenheit den Ernst von Siemens Musikpreis und das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Peter Gülke Chefdirigent der Brandenburger Symphoniker.

Das in Berlin und Thüringen ansässige Klenke Quartett wurde 1991 an der Weimarer Musikhochschule gegründet. Seitdem bereichert es in unveränderter Besetzung das Konzertleben. Wichtige Mentoren waren Norbert Brainin (Amadeus Quartett), Ulrich Beetz (Abegg Trio), Harald Schoneweg (Cherubini Quartett) und Sándor Devich (Bartók Quartett). Durch die Förderung des Deutschen Musikrates, die Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, konnten die vier Musikerinnen sich als Ensemble schnell etablieren. Sie gastierten auf renommierten Festivals und erspielten sich durch ihre zahlreichen CD-Produktionen hervorragende Kritiken und Anerkennung durch die internationale Fachwelt.

Ihre exquisite Weimarer Konzertreihe AUFTAKT verstehen die vier Musikerinnen als eine Hommage an ihren Gründungsort Weimar. Ebenfalls ihrer künstlerischen Leitung unterstehen die Humboldt-Soiréen in Berlin, eine Konzertserie, die in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin in der Heilig-Geist-Kapelle durchgeführt wird. Auch die Zusammenarbeit mit Musikerkollegen war dem Ensemble von Anfang an eine wichtige Inspiration. So war das Klenke Quartett u.a. mit Martin Stadtfeld, Ragna Schirmer, Christina Fassbender, Clemens Trautmann sowie dem Auryn und Vogler Quartett auf Tournee.

Das im Anhang befindliche Bild von Peter Gülke ist im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung zu Ihrer Verfügung. Foto: Steffi Loos

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