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Jena. Vor gut fünf Jahren wurde eine Erneuerung des Ernst-Abbe-Platzes auf den Weg gebracht. So wurde zum Beispiel ein Architektur-Wettbewerb für den „Marktplatz des Wissens“ ausgelobt.

In der Berichtsvorlage zur „Neugestaltung des Ernst-Abbe-Platzes“ (12/1430-BE) heißt es unter anderem:

„Es ist eine Erneuerung der Oberfläche des Ernst-Abbe-Platzes bis Ende 2013 beabsichtigt. Ziel ist die Schaffung einer multifunktionalen Fläche mit hoher Gestalt- und Aufenthaltsqualität. Die Grundlage für die Neugestaltung soll über einen nichtöffentlichen einphasigen Realisierungswettbewerb erarbeitet werden. In die Neugestaltung werden wesentliche Akteure, wie Nutzer und betroffene Eigentümer, eingebunden.
Der Ernst-Abbe-Platz war ursprünglich in seiner Gesamtheit, wie er sich heute darstellt, nicht erlebbar. In den 90er Jahren erfolgte eine neue Ausrichtung der Nutzung, die in eine Öffnung des Quartiers und die Neugestaltung des Platzes mündete. Die Überlagerung vieler Funktionen führten zu einer Belebung des Platzes, ziehen aber auch ein erhebliches Konfliktpotential nach sich. Die Belebung dieses urbanen Quartieres wird durch den unmittelbaren Anschluss an die Straßenbahn unterstützt, die ein wichtiges Element am Platz darstellt.

Mit der Aufnahme des Gebietes in das erweiterte Fördergebiet Stadtumbau Ost im Jahre 2002 liegen grundsätzlich Voraussetzungen für die Bezuschussung der städtebaulichen Neugestaltung des Platzes vor.
Die Firma Jenoptik, die Friedrich-Schiller-Universität und die Stadt Jena gaben gemeinsam den Impuls für eine Neugestaltung des Ernst-Abbe-Platzes. Vorrangiges Ziel sei die Erhöhung der Gestalt- und Aufenthaltsqualität, die Schaffung eines attraktiven Stadtraumes unter Verwendung innovativer Ansätze unter der Überschrift ‚Marktplatz des Wissens‘. Ein solcher Ansatz könne in der Umsetzung eines besonderen Lichtkonzeptes bestehen. Als wünschenswerter Zeithorizont wurde die Umsetzung der Neugestaltung bis 2013 avisiert.“

Berichtsvorlage_Stadtrat_neu Neugestaltung des Ernst-Abbe-Platzes 12_1430-BE

Beschlussvorlage_Ausschüsse Beschluss zum Auslobungstext Ernst-Abbe-Platz 12_1634

Was Stadtrat Dr. Thomas Nitzsche in seiner Stadtratsanfrage übersieht, ist der im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossene Architekturwettbewerb, der über 40.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) gekostet und einen ersten Preisträger hat. Der Gewinner des Wettbewerbes, Mettler Landschaftsarchitektur (Gossau (CH) und Berlin) wäre damit auch mit der Umsetzung des – mittlerweile in die Jahre gekommenen – Planes betraut.


Hier finden Sie die Stadtratsanfrage von Stadtrat Dr. Thomas Nitzsche für die Sitzung am 18. Januar:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

es gab einmal die Absicht, die Oberfläche des Ernst-Abbe-Platzes zu erneuern. Eine „multifunktionale Fläche mit hoher Gestalt- und Aufenthaltsqualität“ und die „Umsetzung eines besonderen Lichtkonzeptes“ waren die Ziele, denen sich die Firma Jenoptik, die Friedrich-Schiller-Universität und die Stadt Jena gemeinsam verschrieben hatten – vgl. 12/1430-BE, vorgestellt im SEA am 8.3.2012. Der Auslobungstext für das wettbewerbliche Verfahren wurde als 12/1634-BV am 21.6.2012 im SEA einstimmig beschlossen. Die Fertigstellung war für Sommer 2013 vorgesehen.

Gehört habe ich von dem Projekt seither nichts mehr.

Ich frage hiermit an:

1. Ist einer / sind mehrere der drei Beteiligten ihren Beitrag zum Projekt schuldig geblieben? Gab es keine Bewerbungen im Rahmen des Verfahrens? Oder welche anderen Gründe haben dazu geführt, dass das Projekt nicht realisiert wurde?
2. Ist die vorgesehene Förderung über das Programm „Stadtumbau Ost“ noch immer möglich?
3. Beabsichtigen Sie, das Projekt erneut aufzugreifen und in absehbarer Zeit zu einem greifbaren Ergebnis zu führen?

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Nitzsche

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