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Jena. Der nächste Schritt in Richtung Stadion-Neubau ist getan: Der Jenaer Stadtrat hat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstagabend die Beschlussvorlage “Beginn des Vergabeverfahrens Fußballarena” mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Nun kann europaweit nach einem Projektpartner gesucht werden.

„Das neue Stadion kommt! Jetzt gilt es, im Verfahren ein möglichst gutes Ergebnis für die Jenaer Bürgerinnen und Bürger, den FCC und die Fans zu erzielen“, sagte Oberbürgermeister Albrecht Schröter nach der Abstimmung des Stadtrates.

Ausschreibung erfolgt in Kürze

Das Vergabeverfahren beginnt mit der Veröffentlichung im europäischen Amtsblatt. In dem Online-Portal werden die entsprechenden Unterlagen voraussichtlich am Montag veröffentlicht und sind dort für jedermann einsehbar.

Nord- oder Südkurve noch offen

Ob die Heimfans künftig in der Nord- oder Südkurve verortet werden, steht noch nicht fest. Die interessierten Investoren werden aufgefordert, für beide Varianten einen Vorschlag einzureichen. Hierbei sind natürlich bestimmte Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen. Hierzu gehört, dass die Gästefans aus südlicher und die Heimfans aus nördlicher Richtung ins Stadion gelangen und gegebenenfalls im Stadion kreuzungsfrei aneinander vorbei geführt werden. Die Trennung der Fans muss dabei gewährleistet werden.

„Diesen Vorschlag, die Südkurve für die Heimfans zu erhalten, haben wir gerne aufgegriffen. Wir sind nun sehr auf die Vorschläge der Investoren zur Umsetzung gespannt“, sagte Stadion-Projektleiter Martin Berger. Welche Variante schlussendlich den Zuschlag erhält, wird unter anderen von Sicherheitsaspekten und den Kosten abhängen.

Zeitplan

Bei einem guten Verlauf des Verfahrens ist die Vergabe Ende des Jahres möglich, sodass der Baubeginn im Frühjahr 2019 erfolgen kann. Eine Fertigstellung der Arena bis Ende 2020 wird angestrebt. 2019 soll zudem die neue Leichtathletikanlage gebaut werden.

Kosten

Die voraussichtliche Gesamtinvestition, die nicht nur den Neubau der Fußballarena, sondern auch den Bau einer Leichtathletikanlage sowie die Gestaltung des Stadionumfeldes umfasst, liegt bei über 40 Millionen Euro. Das Land Thüringen hat vor, die Arena mit 11 Millionen Euro und die Leichtathletikanlage mit 1,4 Millionen Euro zu fördern. Im Vergabeverfahren wird eine Obergrenze für die späteren laufenden Kosten vorgegeben, die von den Bietern eingehalten werden muss.

Beschluss im nichtöffentlichen Teil

Der Stadtrat hat die Beschlussvorlage aus rechtlichen Gründen im nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung am 18. Januar 2018 behandelt: um Wettbewerbsvorteile auszuschließen, darf kein Bieter Ausschreibungsdetails vor deren offizieller Veröffentlichung erfahren.

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