Das Gründungsdatum des Weltgästeführerverbandes – 21. Februar – ist der Tag, an dem die nationalen Verbände der angeschlossenen Länder auf ihre Gästeführer aufmerksam machen. Der Bundesverband der deutschen Gästeführer (BVGD) hat diesen Tag im Jahr 1999 eingeführt. Jährlich gibt es für alle lokalen Verbände in Deutschland ein einheitliches Thema, über welches zuvor in der Mitgliederversammlung abgestimmt wurde, da immer mehrere Themen zur Auswahl stehen.

Das Motto für 2018, »Menschen, die Geschichte schrieben«, wurde von Burkhard Teichert vom Verein Region Scharmützelsee eingereicht und so begründet: »Jedes Jahrtausend, jedes Jahrhundert jedes Jahrzehnt hat sie vorzuweisen: Menschen, die Geschichte schrieben. Weltweit, republikweit, regional, lokal. Geschichtsschreiber, Philosophen, Baumeister, Weltumsegler, Raumfahrer und -forscher, Literatur- und Kunstschaffende, Theologen, Mediziner, Dorfschullehrer wie Hochschullehrer, Adlige und Bürger, Handwerker, Bauern und Arbeiter, Politiker und Widerständler, Humanisten wie Missetäter und Verbrecher, Frauen wie Männer. … Sie wurden gerühmt, gefeiert, verehrt und verfolgt, gerichtet. … Und sie sind immer noch (mehr oder weniger) präsent und liefern uns Gästeführern den Stoff, den wir brauchen um – jahrein, jahraus – informative, geschichtsträchtige, spannende und begeisternde Führungen zu konzipieren und unserer Kundschaft anbieten zu können.« Weimar hat neben den bekannten Größen eine Vielzahl solcher Menschen zu bieten. Die Gästeführerinnen und -führer vom Verein der Stadtführer Weimars e. V. haben im Vorfeld sondiert, recherchiert und bieten Ihnen ein vielfältiges Programm auf den Spuren von Fürnberg, Itten, le Goullon, Coudray, Zapfe, Freud, Marlene Dietrich und anderen.

Die Führungen sind kostenfrei, Spenden zu Gunsten des Freundeskreises des Stadtmuseums sind willkommen.

22. Februar 2018:
»Menschen, die Geschichte schrieben – eine Betrachtung zum Quartier zwischen Hauptbahnhof und Jakobskirche
im Wandel der Zeit« mit Beate Hermann und Gundula Lilienthal, Teilnahme nur mit Anmeldung möglich:
b.hermann-weimar@web.de

24. Februar 2018:
»Weltstars in Weimar« stehen im Mittelpunkt dieser Führung, aber gerade nicht Goethe, Liszt oder die Bauhaus-Meister! Es geht um Stars, gefeierte Künstler und Wissenschaftler, an die bei einem Spaziergang durch die Klassikerstadt kaum jemand denkt. Was führte Sigmund Freud und Franz Kafka, Marlene Dietrich und Rudolf Steiner hierher?; mit Axel Stefek, Treffpunkt: 10:30 Uhr, Goetheplatz, Denkmalsockel – ca. 75 min

24. Februar 2018:
»Johann Friedrich der Großmütige« – von der Nebenresidenz zur Hauptresidenz. Johann Friedrich I. von Sachsen, aus dem Hause der ernestinischen Wettiner war Kurfürst und Herzog von Sachsen und später nur noch Herzog des ernestinischen Landesteils; mit Gesina Malisius; Treffpunkt:
11 Uhr, Marktplatz – ca. 60 min

24. Februar 2018:
Johannes Itten; Er prägte von 1919 bis 1923 das Bauhaus mit. Sein Vorkurs – Natur- und Materialstudien, Farb- und Formenlehre, Analysen alter Meister, Aktzeichnen, die eigene Pädagogik, seine exzentrische Kleidung. Alles in allem wird das eine sehr interessante Führung des alten Meisters; mit Peter Baumann; Treffpunkt: 11.30 Uhr, Marktplatz – 60 min

24. Februar 2018:
200. Geburtstag von Carl Alexander – Mäzen in Weimars »Silbernen Zeitalter«; Sie werden bekannte Orte in Weimar aufsuchen und Geschichten darüber hören, mit welchen Bemühungen der Großherzog versuchte, die Tradition Weimars zu bewahren; ja, sie sogar neu zu beleben und die Stadt wieder zu einem geistigen Mittelpunkt Deutschlands zu machen; mit Jutta Elster; Treffpunkt: 12 Uhr, Theaterplatz – ca. 60 min

24. Februar 2018:
Francois René le Goullon und seine Küche; Der beste Koch am Hofe der Anna Amalia erzählt keck über sich und seine Werke; mit Diana Schmidt; Treffpunkt: 13 Uhr, Marktplatz – ca. 60 min

24. Februar 2018:
»Schwelgen in Formen und Farbe – der Jugendstil des Architekten Rudolf Zapfe«; Wahrscheinlich hat es nie wieder einen Architekten gegeben, der so viele Villen und Stadthäuser für Weimar gebaut hat. »Fassaderich« wurde er genannt und das nicht nur aufgrund seiner opulenten Fassadengestaltung.

Er war auch ehrbares Mitglied des Männerbundes »Schlaraffia«, dessen Symboltier, der »Uhu« sogar an einigen Häusern zu finden ist.

Als Vertreter des Jugendstils und Historismus war er der Gegenentwurf zur aufkeimenden Moderne, die durch Henry van de Velde Einzug halten sollte; mit Sabine Treiber; Treffpunkt: 14 Uhr, Marktplatz – ca. 75 min

24. Februar 2018:
Oberbaudirektor Coudray – … gründlich, gewandt, so tätig als geistreich.

Auf diesem Rundgang sehen Sie ausgewählte Bauten Clemens Wenzeslaus Coudrays in Weimar, erfahren Interessantes aus seinem Leben und was dieser Mann mit Goethes letzten drei Lebenstagen zu tun hatte; mit Elke Hildebrandt; Treffpunkt: 14:30 Uhr, Marktplatz – ca. 70 min.