Weimar. Am Wochenende wurde der als Kulturdenkmal eingetragene Löwenbrunnen am Graben teilzerstört. Annähernd die Hälfte der steinernen Brunnenschale oberhalb des großen Beckens ist weggebrochen. Dieser Teil der Schale ist in viele Teilstücke zersplittert und befindet sich jetzt im unteren Brunnenbecken. Die Schadensursache konnte bisher nicht ermittelt werden. Deutlich ist jedoch, dass eine große Kraft auf das obere Becken eingewirkt haben muss.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht eingeschätzt werden, ob die Bruchstücke wieder zu einer Halbschale zusammengefügt werden können oder ob eine Teil- oder komplette Neuanfertigung der oberen Schale notwendig ist. Sicher ist jedoch, dass dieser Teil des Brunnen maßgeblich beschädigt und unwiederbringlich teilzerstört ist.

Von Seiten der Unteren Denkmalschutzbehörde wird zur Schadensermittlung und –behebung ein Steinrestaurator eingeschaltet werden, der ein Sanierungskonzept erarbeitet, das wiederum zur Angebotseinholung der steinrestauratorischen Ausführungen dient.
Es wird eingeschätzt, dass umfängliche Sanierungsleistungen an dem Brunnen erforderlich sind, die weit in den Sommer hinein andauern werden.

Der Löwenbrunnen wurde 1848 aus Berkaer Sandstein errichtet. Die Finanzierung erfolgte durch die Großherzogin Maria Pawlowna. Der aufwändige Brunnen ist mit Ausnahme des namensgebenden Löwen als Original erhalten geblieben.

Der Schaden wird angezeigt werden. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Weimar entgegen.

Quelle/Foto: Stadt Weimar via Facebook.