Wichtiger Schritt zum Klassenerhalt

Jena. Am Sonntag kommt es zur 103. Auflage des ewig jungen Duells zwischen den Thüringer Rivalen. Anstoß im ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld ist 14 Uhr.

Das Thüringenderby, eines der traditionsreichsten Duelle im deutschen Fußball, hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die nach dem Hinrundenspiel in Erfurt und dem Thüringenpokalspiel in Jena bereits dritte Beggenung beider Erzrivalen in dieser Saison wird vor ausverkauftem Haus stattfinden. Insgesamt 9.650 Zuschauer, darunter 820 Fans der Blumenstädter, werden am Sonntag im durch die aktuellen Baumaßnahmen an der neuen Flutlichtanlage etwas verkleinerten Ernst-Abbe-Sportfeld das Spiel live verfolgen. Wer keine Karte hat, wird sprichwörtlich in die Röhre schauen – der MDR überträgt die Partie live im Fernsehen.

Die Vorfreude des Umfelds teilt auch Trainer Mark Zimmermann: „Natürlich freuen wir uns riesig auf das Spiel, die Atmosphäre, das ausverkaufte Haus. Und ganz besonders freut uns als Trainerteam, dass wir erstmal alle Spieler im Training haben.“ Somit hat Jenas Chefcoach die Qual der Wahl. Mit Ausnahme von Maximilian Schlegel, der nach seiner Knieverletzung weiter behutsam aufgebaut und ans Mannschaftstraining herangeführt wird, stehen im Grunde alle Spieler zur Verfügung. Das gilt auch für Dominik Bock und Niclas Erlbeck. Auch die zuletzt wegen eines Infekts ausgefallenen Manfred Starke und René Eckardt haben in dieser Woche wieder voll trainiert und sind einsatzfähig.

Die Erfurter plagen hingegen ein paar personelle Sorgen: Carsten Kammlott wird in Jena wegen eines Innenbandrisses fehlen. Gleiches gilt für den Defensivmann Luka Odak, der wegen einer Gelb-Sperre im Derby pausieren muss.

Angesprochen auf die offenkundigen Probleme der Gäste auf und auch neben dem Platz, wurde Zimmermann deutlich: „Das wird in den 90 Minuten überhaupt keine Rolle spielen. RWE wird sich hier reinknallen und alles in die Waagschale werfen.“ Mark Zimemrmann, der den Gegner mehrfach beobachtet hat, weiß um dessen Stärken, vertraut aber natürlich in erster Linie den Stärken der eigenen Mannschaft. „Ich erwarte Erfurt so wie in ihrem Spiel in Paderborn, wo sie die Hausherren bis zu einem gewissen Grad machen ließen, um dann aber sehr geschickt das eigene Tor zu verteidigen. Wir spielen zuhause, wollen uns nicht nach dem Gegner richten und unser Spiel aufziehen. Ganz klar: Wir wollen das Derby gewinnen und drei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren.“

Der Verein weist darauf hin, dass eine Anreise ohne Eintrittskarte zwecklos ist. Das Spiel ist restlos ausverkauft. Die Tageskassen bleiben folglich geschlossen. Darüber hinaus bitten Polizei und Verein um die Beachtung der organisatorischen Hinweise.