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Kampf gegen Organisierte Kriminalität
Erfurt. Die Republik Armenien will Thüringen im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität unterstützen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem armenischen Botschafter Ashot Smbatyan und Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) in Erfurt. Wie Maier MDR THÜRINGEN sagte, hatte Smbatyan nach seinem offiziellen Empfang durch Ministerpräsident Bodo Ramelow in der Staatskanzlei ausdrücklich auch um ein Treffen mit dem Thüringer Innenminister gebeten.

In dem vertraulichen Gespräch bot der Botschafter nach Angaben von Maier breite Unterstützung seines Landes an: So solle der Datenaustausch zwischen der armenischen und der Thüringer Polizei verbessert werden. Auch erklärte sich die Republik Armenien laut Maier bereit, Abschiebungen armenischer Staatsbürger zu unterstützen, sobald ein entsprechender Beschluss vorläge. Der Botschafter habe deutlich gemacht, dass es den Armeniern sehr unangenehm sei, immer wieder von Straftaten ihrer Landsleute in Thüringen zu hören. Maier bezeichnete das Gespräch als erfreulich.

In Thüringen sind in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Straftaten armenischer Clans registriert worden. 2014 hatten sich zwei verfeindete Banden eine Schießerei vor einer Spielhalle im Norden von Erfurt geliefert, bei der zwei Männer verletzt worden waren. Später hatte es in einer armenisch geführten Gaststätte gebrannt. Hier vermuteten Ermittler des Landeskriminalamtes einen Racheakt. Als 2017 der Boxer Arthur Abraham seinen Weltmeistertitel in Erfurt verteidigte, kam es nach dem Boxkampf zu einer wilden Prügelei, bei der wiederum Armenier als Täter gelten. Auch hinter einem Überfall auf die Gaststätte „Christoffel“ in Erfurt vermuten die Beamten Armenier. Offiziell werden diese Straftaten der Russisch-Eurasische Kriminalität (REOK) zugerechnet.

Quelle: MDR Thüringen.

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