Erfurt. Der Direktor des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt, Prof. Dr. Hartmut Rosa, wird von der Wiener Ärztekammer mit dem renommierten Paul Watzlawick Ehrenring ausgezeichnet. Damit würdigt die Jury seine jüngste Publikation „Resonanz – Eine Soziologie der Weltbeziehung“, mit der der Philosoph, Soziologe und Erich Fromm-Preisträger den Zeitgeist „irritierend präzise beleuchtet und großes Echo ausgelöst“ habe. Die Verleihung findet am 19. September statt.

„Die Verleihung des Paul Watzlawick Ehrenrings ist mir eine große Freude und eine wirkliche Ehre“, sagt Hartmut Rosa. „Tatsächlich sehe ich eine enge Verwandtschaft zwischen Watzlawicks Denken und meinem eigenen Versuch, subjektive Erfahrungen ebenso wie soziale Phänomene aus der Natur und Struktur von Beziehungen zu erklären und auf diese Weise Psychologie und Soziologie zu verbinden.“

Der Paul Watzlawick Ehrenring zählt zu den renommiertesten Wissenschaftspreisen und ist eine Hommage an den österreichischen Sprachwissenschaftler und Psychologen Paul Watzlawick, Begründer des Konstruktivismus und Autor von zahlreichen Bestellern wie die „Anleitung zum Unglücklichsein“ oder „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“.

Der Vorsitzende des Kuratoriums, Hubert Christian Ehalt, erklärt: „Wir sind stolz, dass wir mit Harmut Rosa einen Ehrenpreisträger auswählt haben, der die Grundgedanken von Paul Watzlawick neu interpretiert und seine kritische Sicht der Wirklichkeit transponiert. So gesehen sind Resonanzen auch ein Echo auf Watzlawicks Wirklichkeit.“ Und der Vorsitzender der Jury, Erhard Busek, ergänzt: „Hartmut Rosa zählt für mich zu den spannendsten, begabtesten Wissenschaftlern der Gegenwart.“