Foto: Alexander Hein

Erfurt. Die Insolvenz von Rot-Weiß Erfurt trifft nicht nur die Fans des Vereins hart. Wie sich zeigt, werden nun alle Erfurter Bürger zur Kasse gebeten. Dazu Stadträtin Marion Walsmann: „Es ist der nächste Schritt auf einem falschen Weg. Von Anfang an hat Andreas Bausewein trotz aller Mahnungen und Bedenken auf die Multifunktionsarena als dem Leuchtturmprojekt seiner Amtszeit gesetzt. Jetzt geht das Licht aus.“

“Sein Finanzierungsmodell über Mieteinnahmen durch den Verein und über Fördermittel ist gescheitert”, stellt CDU-Stadträtin Marion Walsmann fest. Im Zusammenhang der Insolvenz von Rot-Weiß Erfurt und den finanziellen Konsequenzen für die Stadt fordert Walsmann schnellst mögliche Klärung und Transparenz.

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Walsmann sieht den Oberbürgermeister in deutlicher Verantwortung durch Missmanagement bei der Planung und der Stadionsanierung sowie den Querelen um zusätzliche Kosten und den Zuständigkeiten beim Betrieb der Arena. Ein erheblicher Fehler wurde insbesondere bei der Vermietung gemacht: „Herr Bausewein ging optimistisch davon aus, dass der RWE in der dritten Liga bleiben würde. Doch statt eines Wunders gibt es nun unbezahlte Rechnungen.“ Welche Auswirkungen das wiederum auf den Haushalt hat, muss festgestellt werden. Unklar ist auch, mit welcher finanziellen Untersetzung der Verein die Saison zu Ende spielen will.