Neue Anlaufstelle für Kinder in Notsituationen in Lobeda
Jena. Der Schriftzug unter dem Logo der Kindernotinsel sagt es deutlich: „Wo wir sind, bist du sicher“. Überall, wo ein solcher Aufkleber prangt, kümmern sich Menschen um in Not geratene Kinder. „Manchmal geht es darum, die Eltern eines Kindes anzurufen, das sich verirrt hat, und manchmal wird einfach nur ein Pflaster benötigt“, erklärt Stephan Griethe vom Familienzentrum Jena. Am Eingang der neuen Kindernotaufnahme in Gebäude E des Klinikumsneubaus in Lobeda ist das Zeichen nun auch zu sehen.

Stephan Griethe vom Familienzentrum überreicht Kathrin Grödel, Pflegeleiterin für die Kindernotaufnahme am Universitätsklinikum Jena, alle notwendigen Unterlagen zum Projekt Kindernotinsel. Foto: UKJ/Schleenvoigt
Die 1997 gegründete Stiftung Hänsel + Gretel hatte die Kindernotinseln 2002 ins Leben gerufen. Deutschlandweit existieren mittlerweile 18.000 Anlaufstellen in 226 Städten und Gemeinden. Seit 2011 koordiniert das Familienzentrum die Aktion in Jena, wo es jetzt 66 Anlaufstellen gibt. „Schon am alten Standort in der Westbahnhofstraße war die Kinderklinik als Kindernotinsel gekennzeichnet“, sagt Kathrin Grödel, Pflegeleiterin für die Kindernotaufnahme. Sie hat sich darum bemüht, dass jetzt auch der neue Standort wieder in das Netz aufgenommen wird. Die notwendigen Unterlagen und Handlungsanweisungen hat Stephan Griethe nun an das Team der Kindernotaufnahme am UKJ überreicht.

Damit möglichst viele Kinder die Anlaufstellen kennen, hat Stephan Griethe mit seinem Team in den vergangenen Jahren zahlreiche Flyer und Aufkleber an die Jenaer Grundschulen verteilt. Auch Stadtpläne wurden gestaltet, auf denen alle Anlaufstellen mit Fotos der Gebäude eingetragen sind.

Weitere Informationen zu den Kindernotinseln in Jena finden Sie unter: www.notinsel.de/jena