Jena. Am kommenden Freitag, den 23. März um 19:30 Uhr, ist die unnachahmliche und vielfach ausgezeichnete „Lyrik-Königin“ Nora Gomringer (Bayreuth) in Schillers Gartenhaus zu Gast. Wer es bislang versäumt hat, eine der wichtigsten Stimmen der Gegenwartslyrik zu erleben, kann dies nun nachholen.

Nora Gomringer wird nicht nur Gedichte und Sprechtexte aus ihrem umfangreichen Werk vortragen, sondern auch einen Einblick in ihre poetische Werkstatt gewähren und Fragen des Publikums beantworten. Die Moderation übernehmen Gloria Freitag und Nancy Hünger.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Nora Gomringer, 1980 in Neunkirchen (Saar) geboren, studierte Anglistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Bamberg. Im April 2010 übernahm sie die Leitung des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg. Gomringer hatte Poetikdozenturen in Koblenz/Landau, Kiel, Sheffield und Wien inne und wurde ‒ zusammen mit Philipp Scholz ‒ mit der Poetikprofessur der Uni Klagenfurt für das Jahr 2018 ausgezeichnet. Seit 2000 hat sie 8 Lyrikbände sowie zwei Essaybände, zahlreiche Kurzgeschichten, Radiostücke, Sprechtexte und (Opern-)Libretti vorgelegt. Ihr Schreiben schließt die Zusammenarbeit mit Musikern (wie z.B. Philipp Scholz, Günter – Baby – Sommer, Ulrike Haage) ein. Seit 2015 dreht Gomringer Poesiefilme mit Judith Kinitz und mit Maren Adler für 3sat die Folgen des „Lyrischen Zwischenrufs“. In den letzten Jahren leitete sie die Poesiefestivals Frauenfeld (2013) und Mexico Stadt Casa del Lago (2016) sowie die Reihe Villa Wild, die sie zusammen mit Martin Beyer seit 2016 kuratiert. Nora Gomringer erhielt zahlreiche Preise, zuletzt die Medaille für besondere Verdienste um Bayern (2015) und den Ingeborg-Bachmann-Preis (2015).

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Zuletzt erschienen: Morbus (2015); MODEN (2017).

„So oder so begegnet man einer Großmeisterin der kleinen Form. So gewitzt und dabei makellos dichtet die Bachmannpreisträgerin über das Sein und den Schein, über den Schauder des Alltäglichen und die Schönheit im Schrecklichen.“ (Sandra Kegel, FAZ)

„Wir erleben in diesen Texten eine von Film und Fernsehen infizierte Literatin, die Popkultur mit Heine-Zitaten vertieft, mit uns durch die ›Fernsehgärten‹ des Öffentlich-Rechtlichen und durch ihre mediale Adoleszenz spaziert, und erfahren wie nebenbei, warum der Musiksender MTV Autorität in die Popkultur brachte und warum amerikanische Serien und ihre shakespearschen Auswüchse die Fortsetzungsromane des 21. Jahrhunderts sind.“ (Julia Stephan, Neue Luzerner Zeitung)

Eintritt: 6 Euro / erm. 3 Euro

Student_innen: kostenfrei