Erfurt. Nach langen Querelen innerhalb der Grünen-Fraktion hat sich der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Partei einigen Zeitungsmeldungen zufolge nun auch noch zum ehemaligen Grünen gewandelt.

Als Gründe für seine nun bis in die letzte Konsequenz vollzogene Demission führte Rainer Wernicke unglaublich anmutende Zustände innerhalb nicht nur der Landtagsfraktion an. Zeitweise fühle er sich, wenn es bei parteiinternen Auseinandersetzungen um Positionen und Posten gehe, wie inmitten eines Rudels von Hyänen. Seine im Wahlkampf um den Landesvorstand 2015 zurückgezogene Kandidatur sei auch auf bereits diese nun zum endgültigen Austritt maßgeblichen Zustände zurückzuführen gewesen. Allerdings habe er seine damalige Entscheidung am Agieren der Mitbewerberin Stephanie Erben festgemacht.

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Der jetzt zum Tragen gekommene Zustand innerhalb der Thüringer Grünen sei dominiert von taktischen Seilschaften, denen es lediglich um Machterhalt, politische Karriere und Machtausbau gehe. Mit diesem Treiben kann der Ausgeschiedene keinen Zusammenhang mehr zu einstigen Idealen und Leitsätzen grüner Politik, geschweige denn zum demokratischen Grundgedanken herstellen, weshalb er sich aufgrund reiflicher Überlegung und längerer Abwägung zum Austritt aus der Partei entschlossen habe.

Die Landesdelegiertenkonferenz der Thüringer Grünen hat am 18.11.2017 den Jenaer OB-Kandidaten und Stadtentwicklungsdezernenten Denis Peisker als Sprecher in den Thüringer Landesvorstand der Grünen gewählt.

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