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Jena. Das Klima spielt verrückt: Gab es in den letzten Jahren milde Winter und viel zu heiße Sommer, werden wir jetzt von einem wiederholten Wintereinbruch überrascht. Wir drehen die Heizung auf und verbringen möglichst viel Zeit im Warmen. Zwischendurch wird Kaffee oder Tee gekocht und sich vor den Fernseher gesetzt. Das alles kostet Energie und produziert Kohlendioxid (CO2). CO2 wird auch als Treibhausgas bezeichnet und trägt maßgeblich zur Erderwärmung bei. Pro Kopf und Jahr werden in Deutschland etwa 10 Tonnen CO2 verbraucht. Das ist etwa sechsmal mehr als in Indien.

2007 wurde erstmals in Sidney am 31. März eine Stunde lang das Licht ausgeschaltet. In den darauffolgenden Jahren kamen immer mehr Städte hinzu. Mittlerweile ist die Earth hour genannte Aktion die weltweit größte Klimaschutzaktion. Am 24. März ist es wieder so weit: Um 20:30 Uhr gehen dann in Deutschland Millionen Lichter aus. Auch Jena ist dabei. Dabei wird die Beleuchtung an folgenden öffentlichen Gebäuden ausgeschaltet: historisches Rathaus, Stadtspeicher am Markt 16, Volkshaus, Volksbad, Villa Rosenthal, Stoyschule, Johannistor, Pulverturm und das Metazeichen auf dem Holzmarkt. Außerdem wird die innerstädtische Straßenbeleuchtung ausgeschaltet.

Durch einige Maßnahmen kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ohne dabei auf Komfort zu verzichten. Energiesparen fängt aber auch schon zu Hause an: Die Heizung muss nicht auf der höchsten Stufe eingestellt sein, vernünftiges Lüften spart ebenfalls. Alte 60-Watt-Glühlampen können ohne Verlust der Leuchtkraft durch LED-Lampen mit geringerer Watt-Zahl ausgetauscht werden.

Solche Umrüstungen sind zwar nicht sehr teuer, läppern sich aber zusammen. Vor allem Haushalte mit geringem Einkommen wie Hartz-IV-Bezieher oder Minijobber müssen jeden Euro zweimal umdrehen. Für Haushalte mit geringem Einkommen sind Wasser und Energie sparende Geräte sogar kostenlos. Voraussetzung ist, dass sich die Menschen mit geringem Einkommen an die Energieberater der Caritas wenden. Die Energiespar-Profis ermitteln vor Ort die Verbräuche von Strom und Wasser. Bei einem zweiten Hausbesuch werden die Geräte ausgetauscht. Das individuell zusammen gestellte, für Haushalte mit geringem Einkommen kostenlose Sofortpaket hat in Jena einen Wert von etwa 70 Euro. In Jena gibt es die Energieberatung seit 2012. Seit dieser Zeit wurden über 1.500 Haushalte besucht. Die Erfahrungswerte zeigen, dass durchschnittlich 130 Euro pro Haushalt und Jahr eingespart werden können. Größere Haushalte sparen nach der Energieberatung etwa ein Viertel an Strom und Wasser, kleinere Haushalte sogar bis zu einem Drittel.  

Sie finden die Profis vom Stromspar-Check Jena am Salvador-Allende-Platz 15 in Lobeda-Ost, Tel.: 03641 348 22 45, Mail: ssc-j@caritas-bistum-erfurt.de und auch auf Facebook.

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