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Mutmaßlicher „Migrantenschreck“-Shop-Betreiber in Budapest festgenommen

Erfurt. Zur Festnahme des Erfurters Mario R., Betreiber eines illegalen Online-Waffenhandels aus der rechtsextremen Szene, äußert sich die Sprecherin der SPD-Fraktion für Strategien gegen Rechts, Diana Lehmann:

„Wenn ich darüber nachdenke, dass mehrere Hundert Deutsche – und weitere Personen im Ausland – in mindestens in 193 Fällen illegal Waffen in diesem Portal erworben haben, das gleichzeitig den Zweck suggeriert, man solle diese Waffen gegen Migranten richten, kann einem nur schlecht werden. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Ermittlerinnen und Ermittler nun mit der Verhaftung einen Erfolg verbuchen können. Dass eine solch´ „prominente“ Person der Szene zur Rechenschaft gezogen wird, dürfen auch andere durchaus als Warnung verstehen: Verbotener Waffenhandel, aber auch Hetze gegen Flüchtlinge, Bedrohung und Nötigung werden durch die Behörden verfolgt und geahndet.“


Hintergrund:

Der mutmaßliche Betreiber des früheren Internet-Shops „Migrantenschreck“ ist nach jahrelangen Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft verhaftet worden. Der 34-jährige Neonazi Mario R. wurde am Mittwochmorgen in Budapest verhaftet. Ihm wird verbotener Waffenhandel über das Internet vorgeworfen. Unter dem Namen „Migrantenschreck“ verkauft der Thüringer in einem Online-Shop Schreckschusswaffen mit potenziell tödlicher Hartgummi-Munition. Die Waffen sind in Deutschland verboten. Der Shop ist insbesondere in der rechten Szene beliebt.