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Piraten: Erst Prokofjew hören, dann wählen!

Weimarer Kulturbürgerinnen und Kulturbürger, die noch nicht wissen, wo sie bei der OB-Wahl am 15. April ihr Kreuz machen sollen, sei Sergej Prokofjews „Peter und der Wolf“ als Entscheidungshilfe wärmstens ans Herz gelegt. Auch wenn der Titel dieses musikalischen Märchens auf die zwei Protagonisten der Wahl fokussiert, darf man auch die beiden Nebendarsteller nicht vergessen. Wer ist der mürrische Großpapa? Wer die arme Ente, die vom Wolf verschluckt wird?

Wir sind uns dessen bewusst, dass diese womöglich kryptischste Wahlempfehlung der Demokratiegeschichte nicht ganz einfach nachzuvollziehen ist, halten sie jedoch für einen wertvollen Beitrag zur Volksbildung sowohl im musischen wie auch im politischen Fach. Wir Piraten vertrauen dabei auf die Deutungsfähigkeit der Weimarer Bevölkerung. Diejenigen, die jetzt aufstöhnen („Häh???“), möchten wir daran erinnern, dass „Peter und der Wolf“ nur eine halbe Stunde dauert. Sie sollten vor allem froh sein, dass es keinen Kandidaten gibt, der Siegfried heißt. In diesem Falle hätten wir die intensive Beschäftigung mit Wagners komplettem Ring als Voraussetzung für eine mündige Wahlentscheidung angesehen.

Bei den Landratswahlen im Weimarer Land kandidieren ein AfD-Mann mit Ohrring, eine CDU-Frau mit Brille und ein SPD-Mann mit Bauch. Hier halten wir den dicken Sozi Julian Schwark für das geringste Übel.

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