Verkehrsministerin Keller dankt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Autobahnmeistereien
Frostschäden werden bis Ende Juni beseitigt

Erfurt. „Der späte Kälteeinbruch im März zeigt, wie wichtig die alte Regel ist, Winterreifen von O(ktober) bis O(stern) aufzuziehen“, stellte Verkehrsministerin Birgit Keller heute bei einem Besuch zum Abschluss der Winterdienstsaison in der Autobahnmeisterei Erfurt in Neudietendorf fest. „Denn der Winterdienst kann zwar unsere Mobilität sichern und die Straßen befahrbar halten, vor jeglicher Tücke durch Schnee und Glätte kann aber auch er uns im Winter nicht bewahren.“

„Mein Dank gilt heute den Straßenwärterinnen und Straßenwärtern, die im vergangenen Winter das 520 Kilometer lange Thüringer Autobahnnetz rund um die Uhr abgesichert haben“, so Keller weiter. „Hierzu gehören neben den 187 Bediensteten der vier Autobahnmeistereien auch die Kollegen der Konzessionsnehmer Via Solution und Via Gateway.“ Die 55 Winterdienstfahrzeuge der Autobahnmeistereien haben bis Ende März 314.000 Kilometer auf Einsatz- und Kontrollfahrten im Winterdienst absolviert. Bei extremer Witterung stehen ihnen 13 weitere Fahrzeuge zur Verfügung. Insgesamt wurden auf den Autobahnen in diesem Winter 18.400 Tonnen Salz und 6.500 Tonnen Salzlauge ausgebracht.

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„Wir danken aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der privaten Unternehmen, die im Auftrag des Landes den Winterdienst auf Bundes- und Landestraßen erledigen“, ergänzte die Verkehrsministerin. Mit 230 Winterdienstfahrzeugen beräumen die Firmen in Thüringen 1.110 Kilometer Bundesstraßen und 3.050 Kilometer Landesstraßen. Als Einsatzreserve stehen ihnen notfalls weitere 50 Fahrzeuge und 17 Schneefräsen zur Verfügung. In diesem Winter haben sie bis Ende März 52.900 Tonnen Salz und 24.300 Tonnen Salzlauge verbraucht.

Die winterbedingten Schäden an den Straßen betreffen nach einer erster Einschätzung rund 143.000 m² Landes- und etwa 24.800 m² Bundesstraßen. Der Großteil der Winterschäden ist in den Höhenlagen des Thüringer Waldes, im Thüringer Schiefergebirge und im Südharz zu verzeichnen.

Die Straßenschäden werden im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Streckenkontrollen festgestellt. Wesentlicher Grund für die winterbedingten Schäden ist der Witterungsverlauf, insbesondere die häufig aufeinander folgenden Frost-Tau-Wechsel. Dabei wird speziell bei Asphaltstraßen das Bitumen stark strapaziert. Dies führt zu Schadensbildern wie Rissbildungen, punktuellen Ausbrüchen und Ausmagerungen. Besonders betroffen sind bereits vorgeschädigte Straßenabschnitte.

Schäden, von denen eine Verkehrsgefährdung ausgeht, wurden im Winter umgehend mit sogenanntem Kaltmischgut provisorisch ausgebessert. Wenn die Außentemperaturen steigen und die Mischanlagen Heißmischgut produzieren, können diese Schadstellen dauerhaft repariert werden.

„Die Beseitigung der Frostschäden wird bis Ende Juni abgeschlossen sein“, versprach Verkehrsministerin Keller.

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