Jena. Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ist groß. Wer eine Ausbildung hat und gut qualifiziert ist, der ist meist nur kurz ohne Job. Je länger aber eine Person ohne Arbeit bleibt, desto schwerer wird es, in einem neuen Job Fuß zu fassen. So gibt es zwar immer weniger Arbeitslose, aber darunter immer mehr Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Arbeit sind. Aktuell sind im Agenturbezirk Jena 32,7 Prozent der Arbeitslosen Langzeitarbeitslose. (Stand Jena 34,0 Prozent, Saalfeld-Rudolstadt 31,5 Prozent und Saale-Holzland-Kreis 31,5 Prozent).

Nach Rechtskreisen betrachtet finden sich Langzeitarbeitslose häufiger im Jobcenter wieder. So werden im Rechtskreis SGB II derzeit rund 90 Prozent aller langzeitarbeitslosen Personen betreut.
„Um Langzeitarbeitslose erfolgreich in Arbeit zu bringen, hat sich eine individuelle Betreuung bewährt. Gemeinsam mit unseren Kunden versuchen wir die persönlichen Hemmnisse aus den Weg zu räumen, um dann z.B. durch Qualifizierungen oder Einstiegsförderungen die Chancen auf den Arbeitsmarkt zu erhöhen“, weiß Holger Bock, Leiter der Jenaer Arbeitsagentur.

Aufgrund der guten Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt gelingt die Integration zunehmend besser und nachhaltiger.
Stadt Jena: 331 Langzeitarbeitslose wurden 2016 auf den ersten Arbeitsmarkt integriert. 12 Monate später, gingen immer noch 240 (73 Prozent) einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Saalfeld-Rudolstadt: 238 Langzeitarbeitslose wurden 2016 auf den ersten Arbeitsmarkt integriert. 12 Monate später, gingen immer noch 162 (68 Prozent) einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Saale-Holzland-Kreis: 148 Langzeitarbeitslose wurden 2016 auf den ersten Arbeitsmarkt integriert. Fast alle (146) gingen 12 Monate später immer noch einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

Holger Bock ruft die Arbeitgeber mit Bedarfen auf: „Geben Sie auch Langzeitarbeitslosen eine Chance, sich zu beweisen. Der überwiegende Teil aller Langzeitarbeitslosen hat eine Berufsausbildung. Sicherlich sind die Qualifikationen nicht mehr auf dem aktuellen Anforderungsniveau, aber ich bin mir sicher, dass man darauf aufbauen kann. Unser gemeinsamer Arbeitgeberservice von Jobcenter und Arbeitsagentur kann sie zu unseren Unterstützungsangeboten beraten. “

Der Kontakt für eine schnelle Beratung geht am besten über die kostenfreie Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20.

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