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Dresden zu Fuß zur Bürgerversammlung Kesselsdorfer: Hütte voll – aktuelle Vorplanung abgelehnt – Mehrheit will Boulevard-Variante

Nach dem Dresden zu Fuß die angedachte Planung für die Kesselsdorfer Straße, zwischen Reisewitzer und Wernerstraße, öffentlich gemacht hat und sich viele dem Protest angeschlossen hatten, hat die Stadtverwaltung reagiert und eine Bürgerversammlung in Löbtau anberaumt. Der Schwarze Salon im Kino in der Fabrik war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Frank Kutzner, Sprecher von Dresden zu Fuß (Ortsgruppe im Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.) erklärt dazu: „Das Stadtplanungsamt und die DVB haben nur ihre bisherige und einzige Planungsvariante vorgestellt, mit Verschmälerung der Gehwege und direkt vor dem Annenfriedhof vier Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr. Diese Planung lehnen nicht nur wir ab, sondern auch ein erheblicher Teil der Löbtauer Bevölkerung, wie sich bei der Versammlung gezeigt hat.

Die Stadtverwaltung sollte jetzt die Energie, die Kreativität und den Mut aufnehmen, der in den Wortbeiträgen der Initiativen, Ortsbeiräte und AnwohnerInnen zu spüren war und zwei weitere Planungsvarianten (mit aktuellen Zahlen!) vorlegen: Beide neuen Varianten sollen durchgängig zwei Fahrstreifen (statt vier) beinhalten, auf denen die Straßenbahn die Kolonne anführt und der Kfz-Verkehr mitschwimmt.

Boulevard-Variante A: Ab der Wernerstraße in Richtung Reisewitzer Straße entsteht eine Begegnungszone mit Tempo 20 für Tram und Kfz. Fußverkehr kann überall bequem queren.

Boulevard-Variante B: Ab der Wernerstraße in Richtung Reisewitzer Straße ist die Kesselsdorfer Straße nur für den ÖPNV, Rad- und Fußverkehr und Kfz-Anlieger geöffnet. Dadurch würden sich viele Probleme mit dem Kfz-Verkehr und der Tram auflösen und die zwei Fahrstreifen (v.a. ab Wernerstraße Richtung Westen) noch problemloser möglich werden. Der Boulevard von der Zentralhaltestelle bis zum Annenfriedhof würde Wirklichkeit.

Von drei Haushalten in Löbtau haben zwei überhaupt kein eigenes Kfz. Die Coventry-Straße steht als Alternative nicht nur zur Verfügung, sondern wurde für die Entlastung extra gebaut. Und im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt steht, dass die Kesselsdorfer von einer Hauptverkehrsstraße zur Hauptsammelstraße herabgestuft werden soll. Der Stadtteil ist aktiv, boomt fast und will zum 950-jährigen Jubiläum sicher nicht mit einer Allerweltsstraße und einer Betonierung der Wiese vor dem Annenfriedhof beglückt werden. Löbtau kann mehr.

Die Voraussetzungen sind also da und deshalb fordern wir: Boulevard statt Blechlawine – Promenade statt Piste – Flanieren statt Planieren!“

Autor: Ortsgruppe im Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

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