Erfurt. „Der heute vom Kabinett beschlossene Nahverkehrsplan ist zugleich Standortbestimmung und politische Planung für die kommenden Jahre“, sagte heute Verkehrsministerin Birgit Keller bei der Präsentation des „Nahverkehrsplans 2018-2022“ nach der Kabinettsitzung in Erfurt.

„Der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag hat eine Reihe verkehrspolitischer Zielstellungen wie ‚Vorfahrt für den Nahverkehr‘, ‚Verknüpfung des Bahnverkehrs mit anderen Verkehrsträgern‘, ‚schnelle Nord-Süd-Anbindung auf der Schiene für Jena und Saalfeld‘, ‚Aufbau eines landesbedeutsamen Busnetzes‘ und ‚Stärkung des Radverkehrs‘ formuliert“, so Keller weiter. „Der Nahverkehrsplan beschreibt nun den erreichten Umsetzungsstand und definiert die notwendigen Maßnahmen zur Realisierung dieser Ziele.“

„Von Jena fahren Sie beispielsweise ab Dezember 2018 mit täglich acht Expresszügen in nur 65 Minuten nach Leipzig. Dafür verlängern wir die Linie Nürnberg – Saalfeld – Jena nach Leipzig“, sagte die Ministerin. „Mit den Regionalbahnen fährt dann auf der Saalbahn zwischen Saalfeld, Jena und Naumburg alle 30 Minuten ein Zug. Die Saalbahn zwischen Jena und Saalfeld entwickelt sich schon jetzt neben der Mitte-Deutschland-Verbindung von Erfurt über Weimar, Jena nach Gera zu einer der beliebtesten Bahnstrecken. Die Fahrgastzahlen im Nahverkehr sind hier durch zusätzliche Angebote bereits von 2011 zu 2016 um 45 % gestiegen.“

„Auch beim Aufbau des landesbedeutsamen Busnetzes kommen wir voran. 14 Buslinien haben wir im ersten Jahr als förderfähig anerkannt. Weitere werden 2018 folgen“, erläuterte Keller. „Mit den Buslinien schließen wir die Lücken zwischen den Zentren ohne direkte Zugverbindungen. Beispiele sind hier Verkehrsachsen wie die Verbindung zwischen den Mittelzentren Eisenach – Mühlhausen – Sondershausen – Artern, von Suhl nach Hildburghausen/Coburg bzw. über Ilmenau zum Städtedreieck am Saalebogen oder von Jena nach Eisenberg bzw. Schleiz.“


Externer Link:
Der vollständige Entwurf „Nahverkehrsplan 2018 – 2022“ steht im Internet unter http://www.thueringen.de/th9/tmil/presse/pm/104317/index.aspx.

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