Menschenkette um die Neue Synagoge in Erfurt. Foto: Thomas Müller

400 Teilnehmer beim Marsch gegen Antisemitismus in Erfurt.
Weimar/Erfurt. Heute startete um 10:30 Uhr die Aktion „Thüringen trägt Kippa“ an der Mikwe Erfurt. Martin Kranz, Intendant der ACHAVA Festspiele, schloss sich Anfang der Woche umgehend dem Aufruf aus Berlin an und mobilisierte kurzfristig viele Thüringer Partner für die Solidaritätskundgebung in Erfurt.

Aufgrund eines antisemitischen Übergriffs auf zwei Kippa-tragende Männer in Berlin in der vergangenen Woche sind alle Teilnehmer aufgefordert worden, eine Kippa auf dem Rundgang zu tragen. Antisemitismus gehört nicht zu einer toleranten und demokratischen Gesellschaft.

Der Einladung folgte eine breite Zustimmung von unzähligen Fraktionen, Institutionen und engagierten Bürgern aus Thüringen. Die katholische und evangelische Kirche sowie die muslimische Erfurter Ahmaddya Gemeinde unterstützen die Aktion vorbehaltlos. Der Evangelische Kirchenkreis Erfurt gab seinen Mitarbeitern frei, damit sie beim Rundgang durch die Innenstadt teilnehmen konnten.

Der Initiator Kranz sagt: „Ich möchte mich bei den vielen Menschen bedanken, die am heutigen Vormittag ein starkes und wichtiges Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus gesetzt haben! Das ist erst der Anfang und wir machen weiter!“

Ganz vorne dabei: Ministerpräsident Bodo Ramelow, Bürgermeister der Stadt Erfurt Andreas Bausewein, der designierte Weimarer Oberbürgermeister Peter Kleine, der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm, der Thüringer Bildungsminister Hartmut Holter und der Migrationsminister Dieter Lauinger.

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