Umweltministerin begrüßt 15.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Siegesmund: Bienen sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Ökosystems

Erfurt. Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat heute im Innenhof des Ministeriums die Unterkünfte zweier Bienenvölker eingeweiht – mit Platz für ca. 15.000 Bienen. „Ich freue mich sehr über die Neuen hier am Ministerium. Bienen sind ja nicht nur Honiglieferanten. Sind vor allem enorm wichtig für das Bestäuben unserer Obstbäume und die Vermehrung vieler Nutzpflanzen – also für unsere Kulturlandschaft insgesamt“, sagte die Ministerin heute in Erfurt. „Aber wir alle wissen, dass wichtige Insekten und eben auch Bienen bedroht sind, vor allem durch übermäßigen Einsatz von Ackergiften wie Glyphosat in der Landwirtschaft. Wenn wir hier nicht umsteuern, gefährden wir unsere Kulturlandschaft wie sie jetzt ist. Ich hoffe, dass sich die Bienen hier am Ministerium wohl fühlen. Und natürlich freue ich mich später auch über den Honig“, so Siegesmund weiter.

Die beiden Bienenvölker werden zukünftig von dem Imker Herrn Jens Düring der Erfurter Fuchsfarm e.V. betreut. Außerdem kooperiert das Umweltministerium mit der lokalen Initiative Wabenwerk, dem Imkerverein Erfurt e.V. sowie dem Landesverband Thüringer Imker*innen e.V. Die Ministeriumsbienen ziehen in eine bereits belebte Nachbarschaft: In einem Insektenhotel leben hier bereits seit mehreren Jahren zahlreiche Mauerbienen, die zur großen Gruppe der Wildbienen gehören. Zur Ernährung der Insekten wurden zusätzlich Teilflächen des Ministeriumshofes mit einer ganzjährig blühenden Bienenweide-Saatmischung eingesät.


Hintergrund:

Bienen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Nahrungsversorgung des Menschen. Die Erhaltung, der Schutz und die Pflege von bestäubenden Insekten dienen somit nicht nur der biologischen Vielfalt, sondern auch direkt der Ernährung der Menschheit. Seit Jahrzehnten werden jedoch von Experten sowohl dramatische Verluste beim Artenreichtum als auch hinsichtlich der Menge an Insekten festgestellt. Viele Gefahren gehen dabei von menschlichen Aktivitäten aus. Unter anderem bedrohen Pestizide die Insekten direkt. Zudem geht die Vielfalt der Wildpflanzen in unserer Kulturlandschaft durch zu intensive Landwirtschaft verloren – und damit fehlen Nahrung und Lebensräume für bestäubende Insekten.

Stadtimkern:

Im Gegensatz zu manchen landwirtschaftlich genutzten Gebieten sind Städte geradezu vielfältige Lebensräume und vergleichsweise pestizidfrei. Deshalb sind sie auch Rückzugsräume für blütenbestäubende Insekten und bieten diesen ein vielfältiges Nahrungsspektrum. Fast das ganze Jahr gibt es hier blühende Pflanzen. Mit ihren Parks und Kleingartenanlagen bieten Städte vom Frühjahr bis zum Frühwinter einen vielfältigen Blühaspekt:

z.B. Krokusse, Holunder, Lavendel, Rittersporn, Fetthenne, Brombeeren oder Efeu finden sich neben vielerlei Wildkräutern in Gärten oder auf Brachflächen. Bienen, Schmetterlinge, Hummeln, Schwebfliegen oder Käfer finden hier Nahrung. Um selbst zu Imkern sind umfangreiche Kenntnisse zur Biologie der Honigbienen und praktische Fähigkeiten wichtig, welche man u.a. in Kursen der regionalen Imkervereine erlernen kann

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