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Oper konzertant in Jena: „Hänsel und Gretel“ mit Weimarer Gesangsstudierenden, dem Knabenchor und der Jenaer Philharmonie

Weimar. Engelbert Humperdincks erfolgreichstes Werk kommt in Jena auf die Bühne: In einer Kooperation der Weimarer Musikhochschule mit der Jenaer Philharmonie wird seine Märchenoper „Hänsel und Gretel“ am Freitag, 4. Mai um 20:00 Uhr im Volkshaus Jena konzertant aufgeführt. Als Solistinnen und Solisten stehen Studierende des Weimarer Instituts für Gesang und Musiktheater auf der Bühne, außerdem singt der Knabenchor der Jenaer Philharmonie. Es spielt die Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Prof. Ulrich Vogel, Direktor des Instituts für Dirigieren und Opernkorrepetition in Weimar.

Solistinnen und Solisten sind Anna Maria Schmidt und Maia Andrews (Gretel), Vera Bitter und Charlotte Schmidt (Hänsel), Jana Hess und Sonja Isabel Reuter (Mutter), Changhui Tan Vater), Anika Ram (Hexe), Giulia Montanari und Julia Gromball (Sandmännchen) sowie Anna Schmid (Taumännchen). Folgeaufführungen finden am Mittwoch, 9. Mai sowie am Donnerstag, 10. Mai jeweils um 20:00 Uhr im Volkshaus Jena statt. Eintrittskarten sind über die Jenaer Tourist-Information sowie an der Abendkasse erhältlich.

Es war Engelbert Humperdincks (1854-1921) Schwester Adelheid Wette, die ihren Bruder um die Vertonung einiger Verse für ein Familienstück bat. Dessen Erfolg animierte den Komponisten, aus dem Stoff eine abendfüllende Oper zu machen. Im Vergleich zur literarischen Vorlage ist die Handlung verkürzt, und die böse Stiefmutter nicht ganz so böse. Die anhaltende Begeisterung des Publikums verdankt die idyllische Märchenoper nicht zuletzt der Mischung aus spätromantischer Orchestersprache und schlichten Volksliedern wie „Suse, liebe Suse“ oder „Ein Männlein steht im Walde“. Ihre Uraufführung erlebte die Oper mit großem Erfolg am 3. Dezember 1893 unter der Leitung von Richard Strauss am Weimarer Hoftheater.

Als größtes Konzertorchester Thüringens und als einziges mit drei Chören – dem Philharmonischen Chor, dem Jenaer Madrigalkreis sowie dem Knabenchor – ist die Jenaer Philharmonie seit mehr als 80 Jahren eine feste Größe im Thüringer Kulturleben. Neben zahlreichen Konzerten im Jenaer Volkshaus gibt das Orchester zahlreiche Gastspiele in ganz Deutschland. Zu den bisherigen Spielstätten zählen die Alte Oper Frankfurt, die Tonhalle Zürich, das Konzerthaus Berlin und das Europäische Kirchenmusikfestival in Schwäbisch Gmünd. Konzertreisen führten das Orchester bereits durch ganz Europa und nach China. Die Jenaer Philharmonie ist seit mehr als fünfzig Jahren ein wichtiger Ausbildungs- und Kooperationspartner der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.


Weimarer Gesangstudentin Vera Bitter (Hänsel). Foto: Guido Werner.