Berlin. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch steigt langsam an. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/1821) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/1517) hervorgeht, betrug der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Bruttoendenergieverbrauch 2010 10,5 Prozent und stieg bis 2014 auf 13,8 Prozent. 2015 waren es 14,6 Prozent, 2016 14,8 Prozent. Der Bruttoendenergieverbrauch ging von 2010 (2.636.544 Gigawattstunden) bis 2014 leicht zurück (auf 2.501.151 GWh), um seitdem wieder anzusteigen. 2016 betrug der Bruttoendenergieverbrauch 2.604.576 GWh. Mit der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen hatte sich Deutschland verpflichtet, den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahre 2020 auf 18 Prozent zu steigern.

Auf Fragen der Abgeordneten nach der Energieeinsparung im Gebäudesektor antwortet die Bundesregierung unter anderem, die EU-Gebäuderichtlinie schreibe weder ein konkretes Anforderungsniveau noch einen bestimmten Zielkorridor für Niedrigstenergiegebäude vor. Weiter heißt es, eine abgestimmte europäische Definition für die Bereitstellung erneuerbarer Energien in beziehungsweise auf Gebäuden liege bisher nicht vor. Die Einführung eines neuen statistischen Aggregats, das sowohl gebäudebezogene Stromerzeugung (unter anderem Photovoltaik auf Dachflächen) als auch dezentrale Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien zusammenführen soll, sei Gegenstand von derzeit laufenden Verhandlungen.

1901821