Geringer Verbrauch, geringe CO2-Belastung

Eisenach. 14 Straßenlaternen in der Straße „Am Schlossberg“ – ab dem Ende der Straße im Wald bis zur Eselstation unterhalb der Wartburg – sind jetzt umgerüstet und mit energiesparenden LED-Lampen ausgestattet worden. Weiteres Plus: Weil der Fußweg in der Straße nicht regelmäßig frequentiert wird, können die Lampen in den Abend- und Nachtstunden gedimmt werden. Das heißt, die Leuchten stehen als Orientierungsbeleuchtung im StandBy-Modus. Erfasst der an der Leuchte vorhandene Sensor eine Bewegung, fährt die Lampe auf 100 Prozent ihrer Leistung hoch. Wird der Sensor nicht mehr aktiviert, dimmt die Leuchte auf etwa zehn Prozent Leistung zurück. „Mit der neuen Anlage erwarten wir eine Stromersparnis von mehr als 95 Prozent im Vergleich zur herkömmlichen Straßenbeleuchtung“, sagt Dr. Uwe Möller, Baudezernent.

Die Umrüstung geht zurück auf einen Vorschlag des Rotary-Clubs Eisenach, der sich im vergangenen Jahr mit Klimaschutzprojekten auseinandergesetzt hat. Ziel dieser Projekte war neben Energieeinsparung auch eine Verringerung der Lichtverschmutzung. Damit ist meistens ein durch künstliche Lichtquellen aufgehellter Nachthimmel gemeint. Das Licht dieser künstlichen Lichtquellen wird in die Luftschichten der Erdatmosphäre gestreut. „Wir sehen schon anhand des Verbrauches, dass sich eine solche Investition lohnt“, so Möller. Vor der Umrüstung auf LED-Technik verbrauchten die Leuchten „Am Schlossberg“ 4.800 Kilowattstunden jährlich, nach dem Einsatz der LED-Technik werden weniger als 160 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Die Stadt Eisenach spart somit ab sofort nicht nur Geld ein, sondern wird in den nächsten zehn Jahren die Kohlenstoffdioxid-Belastung von ehemals 20,1 Tonnen auf nur noch 650 Kilogramm pro Jahr zurückfahren können.

Der Schlossberg ist das erste Komplettprojekt in Eisenach, bei dem eine solche „intelligente Beleuchtung“ eingesetzt wird. Die Bruttokosten in Höhe von 9.900 Euro werden sich dank der Energieeinsparung in rund vier bis fünf Jahren amortisiert haben. Das Projekt wurde gefördert aus einem Programm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Es strebt die Verringerung des Co2-Ausstoßes an. Investive Klimaschutzmaßnahmen werden mit einem Zuschuss in Höhe von 25 Prozent gefördert.