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Erfurt. Mit dem Elektroauto mobil sein und dabei Umwelt und Gesundheit weniger schaden – eine schöne Vorstellung. Wie sich Elektroautos wirklich umweltfreundlich mit Solarstrom betanken lassen und worauf man hierbei achten sollte, erklärt die Verbraucherzentrale Thüringen.

„Am umweltfreundlichsten lässt sich ein Elektroauto mit Strom aus der eigenen Solaranlage aufladen. In der Praxis lauern hier jedoch einige Fallstricke“, sagt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen. So verfügen Ladesäulen und Wandladestationen für den Heimgebrauch meist über eine Leistung zwischen 11 und 22 kW. Dabei gilt: je höher die Kilowatt Zahl der Ladestation ist, desto schneller kann diese theoretisch das Elektroauto aufladen. Allerdings leisten Photovoltaikanlagen auf Eigenheimen in der Regel nicht mehr als 10 kWp und dies auch nur unter optimalen Bedingungen. Hinzu kommt, dass vor allem Pendlerfahrzeuge überwiegend in den Abend- und Nachtstunden aufgeladen werden, wenn die Solaranlage keinen Strom produziert. „Entweder muss Strom aus dem Netz zugekauft werden oder die Photovoltaikanlage muss durch einen Batteriespeicher ergänzt werden“, erklärt Ballod. Der Speicher nimmt tagsüber den selbsterzeugten Sonnenstrom auf, damit das Elektromobil abends damit aufgeladen werden kann. Je mehr Strom zeitversetzt genutzt werden soll, desto größer muss der Speicher dimensioniert sein. Ist die Photovoltaikanlage noch nicht installiert, sollte der zusätzliche Strombedarf des Elektroautos bei der Planung natürlich berücksichtigt werden.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen bei der richtigen Dimensionierung der Photovoltaikanlage und des Batteriespeichers sowie beim Vergleich verschiedener Angebote. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 – 555140. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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