Erfurt. Für das Wintersemester 2017/18 meldeten die Thüringer Hochschulen neben den rund 49.850 Studierenden auch 334 Gasthörer, darunter 149 Frauen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 61 Gasthörer bzw. 15,4 Prozent weniger als im Wintersemester 2016/17. Die Anzahl der mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingeschrieben Gasthörer sank im Vergleich zum Vorjahr um 48,1 Prozent (62 Personen).

Die meisten der Gasthörer (193 Personen bzw. 57,8 Prozent) erweiterten ihr Wissen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Darauf folgten die Universität Erfurt (51 Gasthörer bzw. 15,3 Prozent) und die Fachhochschule Erfurt (39 Gasthörer bzw. 11,7 Prozent).

In den von den Hochschulen angebotenen Fachrichtungen können Gasthörer auch ohne Nachweis einer Hochschulreife einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen besuchen. Wie in den Jahren zuvor entschied sich im Wintersemester 2017/18 der größte Anteil der Gasthörer in der ersten Fachrichtung für die Fächergruppe Geisteswissenschaften (167 Personen). Die beliebteste Fachrichtung war mit 73 Hospitanten Geschichte. Weitere beliebte Fachrichtungen (auch aus anderen Fächergruppen) waren Evangelische Theologie (27), Musik/Musikwissenschaft (19), und Germanistik (18). Insgesamt belegten 127 Gasthörer Veranstaltungen aus zwei verschiedenen Fachrichtungen, 52 Personen sogar aus drei verschiedenen Fachrichtungen.

Das Durchschnittsalter der Gasthörer betrug 54,8 Jahre. Im Wintersemester 2017/18 war über die Hälfte 60 Jahre und älter (57,8 Prozent), darunter waren 54 Personen 75 Jahre und älter. An den Thüringer Hochschulen waren 71 Gasthörer (21,3 Prozent) jünger als 30 Jahre. Die Zahl der Gasthörer im Alter von 30 bis unter 60 Jahren fiel im Vergleich zum Vorjahr von 99 auf 70 Personen. Die Jüngsten waren 17 und der Älteste 84 Jahre alt.