Jena. Am 17. Dezember 1794 treffen sich Wilhelm und Alexander von Humboldt in Jena erstmals gemeinsam mit Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller. Das Gespräch macht Epoche in dem Leben und Denken aller Beteiligten. Es kreist um die Methode der Naturforschung, um die Konzepte des Typus und der Virtualität, der Morphologie und der Metamorphose, die Goethe zu entwickeln beginnt, Alexander von Humboldt in seinen „Ansichten der Natur“ entfalten wird und Wilhelm von Humboldt in seinem Sprach-Bild. Das Zusammentreffen gehört zu den Sternstunden der Jenaer Universitäts- und Stadtgeschichte.

Am Mittwoch, dem 9. Mai 2018, dem 213. Todestag Friedrich Schillers, kommt der bekannte Publizist, Sprach- und Literaturwissenschaftler Manfred Geier (Hamburg) nach Jena. Er spricht in Schillers Gartenhaus um 19.30 Uhr über das ‚Forschungsprogramm‘, das im Rahmen dieses Gesprächs entsteht und das dann in je individueller Weise entfaltet worden ist: „Das Treffen in Jena. Was geschah wirklich am 17. Dezember 1794?“