Prof. Dr. Ingo Runnebaum, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) begrüßt häufig Hospitanten aus dem Ausland wie derzeit Ramina Karimbayli aus Aserbaidschan. Foto: UKJ
Prof. Dr. Ingo Runnebaum, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) begrüßt häufig Hospitanten aus dem Ausland wie derzeit Ramina Karimbayli aus Aserbaidschan. Foto: UKJ

Internationaler Austausch fördert medizinischen Fortschritt

Das Nationale Krebszentrum in Baku in Aserbaidschan ist der eigentliche Arbeitsplatz von Ramina Karimbayli. Derzeit erweitert die junge Ärztin jedoch ihr Wissen an der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Ramina Karimbayli ist im vierten Jahr ihrer fünfjährigen Ausbildung zur onkologischen Chirurgin mit dem Schwerpunkt Frauenheilkunde. Zudem ist sie wissenschaftlich tätig und hat bereits verschiedene Beiträge zur Brustkrebs-Behandlung veröffentlicht.

Die Frauenklinik am UKJ gehört zu den neun europäischen Spitzenzentren für gynäkologische Krebserkrankungen in Deutschland und wurde von der Europäischen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (ESGO) aufgrund der Therapiequalität und der hohen Behandlungszahlen akkreditiert. Die Klinik ist daher ein Ausbildungszentrum für Spezialisten weltweit – und Ramina Karimbayli nicht die erste ausländische Hospitantin. Professoren und Ärzte aus den verschiedensten Ländern wurden ausgebildet und offen empfangen. Allein im vergangenen Jahr erhielten 100 Kollegen Einblicke in alle Bereiche der medizinischen Hi-Tech-Behandlung in der Jenaer Gynäkologie. „Wir haben großes Interesse an internationalen Gästen, da auch wir durch diese Kontakte und den intensiven Austausch sehr viel Neues lernen und der medizinische Fortschritt auf beiden Seiten intensiv vorangetrieben werden kann“, so Professor Dr. Ingo Runnebaum, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin und Leiter des ESGO-Zentrums. „Die Kollegen kommen meist aus Ländern mit extrem guter technischer Ausstattung. An Deutschland fasziniert sie die Begeisterung und das wissenschaftliche Know-how, aber auch das ‚typisch deutsche‘ strukturierte Vorgehen der Ärztinnen und Ärzte“, so Prof. Runnebaum.

Für ihren dreimonatigen Aufenthalt in Jena hat die Ärztin aus Baku ein Stipendium der ESGO erhalten. Für ihre – bereits zweite – Hospitation am UKJ habe sich Ramina Karimbayli entschieden, weil sie daran interessiert sei, minimal-invasive gynäkologische Tumor-OP-Techniken mit dem Einsatz der neuesten optischen Entwicklungen bis hin zum OP-Roboter für ihre Tätigkeit in Baku kennenzulernen: „Am Universitätsklinikum Jena werden mir hierfür beste Möglichkeiten geboten.“