In den letzten Wochen sind in Jena wieder Bundeswehr-Werbeplakate aufgestellt worden. Diese richten sich mit ihren Slogans „Jetzt Abi, Marsch!“ oder „Kameradschaft ist bei uns Pflichtfach“ explizit an Schüler*innen. Zusätzlich werden die Plakate wie hier (in der Naumburger Str.) in der Nähe von Schulen, genauer auf dem Nachhause-Weg der Schüler*innen platziert. Werbeplakate in Schulnähe, Werbung im ÖPNV oder die Fernsehserie „Die Rekruten“ sprechen gezielt Schüler*innen an. Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber. Die Werbung vermittelt mehr einen Abenteuerspielplatz und spricht Menschen mit dem Gefühl der Kameradschaft an. Auslandseinsätze, Krieg und potenzieller Tod werden nicht thematisiert. Das scheint zu funktionieren. 2128 Minderjährige traten vergangenen Jahres den Dienst bei der Bundeswehr an. 2128 Kindersoldaten um genau zu sein. Während Kindersoldaten im Ausland kritisiert werden, scheint das in Deutschland überhaupt kein Problem zu sein. Wir fordern daher ein Verbot von Bundeswehr-Werbung in Schulnähe und die Entfernung der Bundeswehrwerbung aus dem ÖPNV!

Vielleicht möchte sich da der neue OB Thomas Nitzsche mal dazu positionieren?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-zahl-der-minderjaehrigen-soldaten-steigt-a-1186853.html

Autor: Jugend gegen Rechts Jena