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Zippel: Prävention und Behandlung müssen ineinandergreifen, um Leben zu retten

Erfurt. „Thüringen ist eines der wenigen Bundesländer, in dem die Zahl der Drogentoten steigt. Die laxe Drogenpolitik der Linkskoalition hat sicherlich nicht dazu beigetragen, diesem verheerenden Trend entgegenzuwirken.“ Mit diesen Worten hat der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Christoph Zippel, eine am Dienstag veröffentlichte Statistik der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, kommentiert. Mit Blick auf die besondere Situation in Thüringen schloss sich Zippel den Forderungen Mortlers nach einem Ausbau der kommunalen Suchthilfe, früheren Hilfen für Abhängige sowie einem entschlosseneren Vorgehen gegen Drogenkriminalität an. „Prävention und Behandlung müssen ineinandergreifen, um Leben zu retten. Nur wenn wir drogenabhängige Menschen deutlich früher erreichen als bisher, lässt sich der Negativ-Trend für Thüringen umkehren“, machte Zippel deutlich.

Eine Verharmlosung oder gar Legalisierung illegaler Drogen, wie sie insbesondere von Linken und Grünen propagiert wird, lehnte Zippel dagegen strikt ab. Die jetzt veröffentlichten Zahlen seien eine „Bankrotterklärung der rot-rot-grünen Drogenpolitik und Drogenverharmlosung“, so der Altenburger Abgeordnete. „Angezeigt wäre es stattdessen, die kommunale Suchthilfe schnell und entschlossen finanziell und personell zu stärken“, verwies Zippel auf eine Stagnation der hierfür aufgewendeten Mittel in den letzten Jahren. Gerade vor dem Hintergrund der ungebremsten Ausbreitung von Crystal Meth in Thüringen und einer immer größeren Palette neuer, meist synthetischer Wirkstoffe, sei es für die Thüringer Landesregierung nun „fünf vor Zwölf, den eingeschlagenen Irrweg in der Drogenpolitik zu verlassen“, so der CDU-Politiker.