Der mittlerweile 19 Jahre alte Jugendliche syrischer Herkunft, der zu den Intensivtätern einer jugendlichen Gruppierung von Migranten in Jena zählte und wegen zahlreicher Straftaten bereits verurteilt wurde, befindet sich inzwischen wegen des Verdachts auf erneute Straftaten wieder in Untersuchungshaft. Das Gericht hatte ihn im Dezember 2017 zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 4 Monaten verurteilt, die Strafe aber vorerst zur Bewährung ausgesetzt. Vor seiner Verurteilung befand er sich bereits ein halbes Jahr in der Jugendarrestanstalt Arnstadt in U-Haft. Zunächst schien es, als habe der Beschuldigte aus der Verurteilung gelernt und nutze die ihm gegebene Chance. Dem war offenbar nicht so. Er steht im Verdacht, Ende Juni zwei 12 und 13 Jahre alte Jungen in drei Fällen unter Androhung von Gewalt dazu erpresst zu haben, für ihn in einem Lobedaer Supermarkt Diebstähle (u.a. Zigaretten) zu begehen. Seine Forderung soll er durch das Zeigen eines Messers unterstützt haben. Beim dritten Diebstahl wurden die beiden Jungen auf frischer Tat ertappt. Wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung und der Tatsache, dass sich der 19-Jährige neuerlicher Straftaten schuldig gemacht hat, ordnete das Amtsgericht Jena am 29.06.2018 gegen ihn die Verhängung von Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr an.