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Jena. Der Tag des offenen Denkmals wird in Deutschland von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert, aber europaweit begangen. Seit 1999 gibt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ein Motto/Leitthema aus, dem sich Kommunen anschließen können.

Ziel ist, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren, Interesse und Verständnis für Belange der Denkmalpflege zu wecken, aber v. a. auch Denkmaleigentümern, Restauratoren & ehrenamtlich Engagierten die gebotene Anerkennung zukommen zu lassen. Denn Denkmalschutz und Denkmalpflege funktionieren nur miteinander.

Thüringenweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals 2018
Bereits am Samstag, 08.09.2018, findet im Zeiss-Planetarium Jena die thüringenweite Eröffnung zum Tag des offenen Denkmals statt.

Die feierliche Eröffnung richtet die Thüringer Staatskanzlei in Partnerschaft mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, dem Förderverein Denkmalpflege in Thüringen und der Stadt Jena aus.

Sowohl das Motto des Denkmaltages „Entdecken, was uns verbindet“ als auch des Kulturthemenjahres Thüringen „Industrialisierung und soziale Bewegung in Thüringen“ bilden den Rahmen für das vielfältige Programm.

10:00 Uhr Feierliche Eröffnung mit Verleihung des Thüringer Förderpreises für Denkmalpflege
12:00 – 16:30 Uhr Präsentation von in der Denkmalpflege engagierten Vereinen und Verbänden in Kombination mit Auszügen aus verschiedenen Showproduktionen im Kuppel-Saal
12:00 – 16:30 Uhr Präsentation von in der Denkmalpflege engagierten Vereinen und Verbänden im Umgang des Planetariums

Mit dabei sind:

  • Berggemeinschaft Landgraf e. V.
  • Berggesellschaft Forsthaus e. V.
  • Jenzig-Gesellschaft e. V.
  • Lobdeburg-Gemeinde 1912 e. V.
  • Jenaer Kirchbauverein e. V.
  • Förderverein Johannisfriedhof Jena e. V.
  • Glashaus im Paradies e. V.
  • Imaginata e. V.
  • Technik-Geschichte Jena e. V.
  • Volkssternwarte Jena e. V.
  • Foto-Klub Jena 78 e. V.
  • Fotoklub UNIFOK Jena e. V.
  • Drackendorfer Heimatverein e. V.
  • Förderverein Bären Lobeda e. V.
  • Kulturlandschaft Zwätzen e. V.
  • AG 1806 Jena e. V.

Außerdem präsentieren Schülerinnen und Schüler der Leonardo Gesamtschule Ergebnisse ihrer Beschäftigung mit Denkmalen und Denkmälern in Jena. Die Vereine haben zusätzlich zu Ihrem tagtäglichen Engagement viel Mühe in die Vorbereitung gesteckt und freuen sich über interessierte Besucher.
Führungen: 12:30/13.00 – 17:00 Uhr
Ab 12:30 Uhr/13:00 Uhr werden verschiedene anmeldungspflichtige Führungen zu und durch Jenaer Kulturdenkmale angeboten. Das Spektrum reicht nicht nur von Abbe bis Zeiss, sondern von Bauhaus bis Zwätzen, von Astronomie- bis Friedhofsgeschichte, von Damenviertel bis Gartenstadt.

Hinweis: Die Teilnahme an den Führungen ist nur nach Anmeldung möglich.

Programm am 9. September
Motto 2018: „Entdecken, was uns verbindet“ – der Tag des offenen Denkmals im Europäischen Kulturerbejahr 2018
„Entdecken, was uns verbindet“ – unter diesem Motto steht der bundesweite Tag des offenen Denkmals 2018. Damit nimmt er direkten Bezug zum Europäischen Kulturerbejahr „Sharing Heritage – Erbe teilen“, das von der Europäischen Union für 2018 ausgerufen wurde. Im Mittelpunkt steht das Erleben, die Erfahrung, Erfassung und Bewahrung unseres aus kulturellem und sozialem Austausch gewachsenen vielfältigen kulturellen Erbes.

Ein breites Spektrum an Projekten innerhalb des Themenjahres und viele Veranstaltungen am Tag des offenen Denkmals möchten in Europa und eben auch vor der jeweils eigenen Haustür dazu anregen, das Verbindende zu entdecken – in Materialien, Formensprachen, Technologien, Utopien, Gebäuden und Personen…, aber auch anregen, Trennendes, Ausgrenzendes und Zerstörendes wahrzunehmen und zu reflektieren.

Als Universitätsstadt lebt Jena nicht nur von geistigem und kulturellem Austausch, sie ist darauf angewiesen und hat reichlich davon profitiert. Zeugnisse dieses Austausches sind dementsprechend auch an vielen Orten zu finden. Manche sind inzwischen Kulturdenkmal und warten drauf von Ihnen entdeckt und erfahren zu werden.

Programm am 8. September in Jena
Wie jedes Jahr ist das Motto so gewählt, dass sich eine große Anzahl an Assoziationen und Anknüpfungspunkten finden lässt. Seien es der Fluss, das Wegenetz oder Verbindungsbauten, Ideen und Utopien wie jene der Reformation oder auch jüngere sozial- und lebensreformerische oder seien es eben auch Formensprachen und Technologien. Manchmal schlägt Architektur bewusst Brücken zu Vergangenem und verbindet so Tradition und Moderne, manchmal grenzt sie sich aber auch ebenso bewusst ab.

Wir haben versucht, gemeinsam mit „unseren“ engagierten Denkmaleigentümern, Handwerkern und Restauratoren ein dem Motto angemessenes buntes Programm aufzustellen. Allein am Sonntag können dank der breiten Unterstützung rund 30 Kulturdenkmale im gesamten Stadtgebiet erkundet werden.

Universitätshauptgebäude
So öffnet die Universität – nachdem sie im vergangenen Jahr absagen musste – das Universitätshauptgebäude.

Frau Dr. Forster, Kustodin der FSU, wird hier 10:30 und 12:00 Uhr Führungen anbieten.
Das Universitätshauptgebäude wurde zwischen 1905 und 1908 an Stelle des niedergelegten Schlosses errichtet. Entworfen von dem renommierten Architekten und Stadtplaner Prof. Theodor Fischer, rezipiert es Grundriss und Formensprache des Schlossbaus ohne selbst zu einem historistischen Kitsch zu verkommen. Gleichzeitig wird in der Freiflächengestaltung auf die ehemaligen Wehranlagen verwiesen.

Ein reichhaltiger Bauschmuck, der verschiedene Einflüsse widerspiegelt, eine aufwendige Innengestaltung und verschiedene eingearbeitete Spolien aus dem abgetragenen Schlosserheben den Gebäudekomplex zu einem Gesamtkunstwerk. Im vergangenen Jahr wurde im Übrigen das seit den 1950er Jahren an der Stirnseite der Aula befindliche Monumentalgemälde Ferdinand Hodlers „Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“ restauriert und danach erstmals außerhalb Jenas in der Bonner Kunsthalle gezeigt. Auch über diese Arbeit werden Sie am Sonntag einiges erfahren.

Alte Autobahnbrücke der A 4
Im vergangenen Jahr kurzfristig ebenfalls absagen musste das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr. Wie versprochen öffnet das ThLBV aber in diesem Jahr wieder die Alte Autobahnbrücke der BAB 4 in Göschwitz.

Von 10:00 bis 14:00 Uhr kann man in das Innere der Brücke „eintauchen“ und interessante Präsentationen sehen.
Die mit 794m längste Brücke des so genannten Reichs-Autobahnprogramms in Thüringen wurde von 1937-1939/41 aus Stampfbeton, Stahlbeton und Klinker errichtet.

Zudem kamen 18.000 m³ Kalk- und Sandstein als Baumaterial zum Einsatz, mit denen der Bau verkleidet und entsprechend skulptural und ornamental gestaltet wurde. Wuchtig, trotzig und massiv sollte die Brücke wirken und sich gleichzeitig harmonisch in die Landschaft einfügen. Als Vorbild galten die Bauten des antiken Rom. Die Brücke war mehr als ein Verkehrsbau, sie war symbolisch und ideologisch aufgeladen. Selbst die Wasserspeier in abstrahierter Form des Reichsadlers verweisen auf den hohen symbolischen Gehalt des Brückenbaus.

Radtour entlang der Saale
Um Brücken geht es unter anderem auch bei der Radtour entlang der Saale. Als Stadt am Fluss bietet Jena viele Anknüpfungspunkte an das Motto des Denkmaltages. Das Miteinander und die Auseinandersetzung mit der Saale als verbindendem Verkehrsweg, als zu überbrückendes natürliches „Hindernis“ oder als Energie- und Rohstofflieferant brachte eine Vielzahl an materiellen Zeugnisse hervor, von denen einige Kulturdenkmale sind. Prägend für den Landschaftsraum sind dabei die großen Brücken über die Saale: im Zentrum die Camsdorfer Brücke, deren Vorgängerbau zu den 7 Wundern von Jena zählte, südlich die alte Burgauer Brücke, die heute als substantiell älteste Brücke im Stadtgebiet Jenas gilt und eben die schon erwähnte Autobahnbrücke bei Göschwitz.

Die Tour beginnt 9:30 Uhr an und in der Kirche Kunitz. Sie führt vorbei am Thalstein mit seinem Erlkönig durch Wenigenjena zu Camsdorfer Brücke und Landfeste, durch den Volkspark Oberaue über die Burgauer Brücke zum Kraftwerk. In der Binderburg wird uns Herr Willsch eine Kurzführung geben. Dabei wird erzählt und gezeigt. Niemand muss die ganze Strecke mitfahren, aber ein zeitgenauer Plan kann leider auch nicht gegeben werden.

Johannistor und Pulverturm
Verbindend auf der einen Seite, ausgrenzend auf der anderen Seite stellt sich die mittelalterliche Stadtbefestigung dar. Ihre einstigen Dimensionen lassen sich heute nur noch anhand der Reste auf der westlichen Altstadtseite erschließen. Johannistor und der in diesem Jahr sanierte Pulverturm haben ganztägig geöffnet.

11:00 Uhr gibt es eine Führung vom Pulverturm zum Anatomieturm (mit Besichtigung des selbigen) mit dem Jenaer Stadtarchäologen Matthias Rupp.
Denkmale der Religionsgeschichte
Religionen können verbinden, aber leider auch ausgrenzen. Sie können Nächstenliebe befördern, aber auch Hass und Gewalt. In Jena beteiligen sich zahlreiche religionsgeschichtlich bedeutsame Orte am Tag des offenen Denkmals.

Karmelitenkloster
Da wären zum Beispiel die im vergangenen Jahr nach denkmalgerechter Sanierung der Öffentlichkeit zugänglich gemachten baulichen Reste des ehemaligen Karmelitenklosters. Nach Aufhebung des erst 1414 gegründeten Klosters im Ergebnis der Reformation wurde in den Räumlichkeiten ab 1553 im Auftrag Herzogs Johann Friedrich von Sachsen eine Druckerei eingerichtet. Diese diente der Publikation einer neuen Gesamtausgabe des Lutherwerkes. Dazu erteilte der Herzog im November 1553 dem Buchdrucker Johann Rödinger das Privileg zum alleinigen Druck und Vertrieb von Luthers Schriften.

Ab 1555 entstanden hier unter Aufsicht von Georg Rörer und Nicolaus von Amsdorf deutsche und lateinische Teile der Jenaischen Ausgabe der Schriften Martin Luthers sowie eine korrigierte Lutherbibel. Daneben wurden in dem ehemaligen Kloster zahlreiche weitere Werke der Reformation gedruckt. Heute sind Sakristei und Kapitelsaal als authentischer Ort klösterlichen Lebens sowie der Reformbestrebungen des 16. Jh. für die Öffentlichkeit wieder erlebbar und präsentieren den Besuchern zudem spannende archäologische Funde, Archivalien und anderen Dokumenten der Stadt- und Reformationsgeschichte.

Das Kloster ist von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, 11:00 und 15:00 Uhr bietet Dr. Häder, Leiter des Stadtmuseums Jena Führungen an.
Altes Gut Zwätzen
Am anderen Ende der Stadt liegt ein weiterer überregional bedeutsamer Ort der Religions-, aber auch Wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte: das Alte Gut Zwätzen. Es hat seinen Ursprung in der Komturei Zwätzen des Deutschen Ritterordens, die 1221 erstmals urkundlich erwähnt wurde. In der 1. Hälfte des 13. Jh. wird Zwätzen aufgrund seiner Bedeutung Verwaltungszentrum der neu eingerichteten Ballei Sachsen-Thüringen und bleibt trotz späteren wirtschaftlichen Niedergangs bis 1809 Sitz des Landkomturs. Die Niederlassung Zwätzen entwickelte sich spätestens im 16. Jh. zu einer großflächigen Gutsanlage, die in ihrer Grundstruktur trotz Überformung bis heute erhalten ist. Nach der Auflösung des Ordens gelangte das Gut zunächst in sächsisch-königlichen Besitz und 1815 in den Besitz des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach.

In dieser Zeit kam auch die alte Zwätzener Tonröhren-Fabrik aus der Ordenszeit zu neuen Ehren, in der man seit etwa 1770 neben Krügen und Ofenkacheln auch Drainageröhren gebrannt hatte. Oberbaudirektors Coudray, zuständig für die Koordination des gesamten Wege-, Wasser- und Zivilbauwesen im Großherzogtum, ordnete nach einer Besichtigung im Jahre 1818 die Wieder-Inbetriebnahme an. Neue „Röhrenfahrten“ mit Tonröhren aus Zwätzen wurden daraufhin u.a. im Botanischen Garten, aber auch auf der Strecke zwischen Belvedere und Römischen Schloss in Weimar angelegt.

Entdecken, was uns verbindet – manchmal sind es eben Tonröhren. Durch Pacht und Gewährleistungen wurde das Gut Zwätzen übrigens ab der 1. Hälfte des 19. Jh. über verschiedene politische Systeme hinweg für die landwirtschaftliche Ausbildung und Forschung genutzt. Unter anderem nahm hier die Haflingerzucht der DDR mit der Stationierung aus Tirol importierter Zuchttiere ihren Anfang. Derzeit steht der Guts-Komplex steht vor einer umfassenden Umnutzung und Sanierung.

Das Gut ist von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Kirchen
Dass Kirchen und Friedhöfe dabei sind, versteht sich. Das reichhaltige Programm an Vorträgen und Konzerten, das in der Stadtkirche St. Michael und auch auf dem Johannisfriedhof geboten wird, sollten sich Besucher in der Broschüre genauer ansehen.

Geöffnet haben aber auch die wundervolle mit herrlichen Secco-Malereien ausgestattete Kirche St. Peter in Lobeda (10:00 – 17:00 Uhr),
die vorwiegend im 15. Jh errichtete Kirche St. Marien in Ziegenhain mit ihren Wandmalereien an der Nordwand, dem gotischen Flügelaltar und dem barocken Pyramidenaltar (10:00 – 17:00 Uhr),
die 1716-1718 als Ersatz für einen älteren Bau errichtete Kirche in Winzerla (10:00 – 18:00 Uhr) sowie die Dreifaltigkeitskirche in Burgau (10:00 – 18:00 Uhr).
Park- und Gartenanlagen
Eine besondere Denkmalkategorie sind die historischen Park- und Gartenanlagen. Drei dieser Parks sind in diesem Jahr dabei.

Schillers Gartenhaus, Volkspark Oberaue & Drackendorfer Park
Dr. Schlotter von der Friedrich-Schiller-Universität führt um 11:00 durch Schillers Gartenhaus mit Garten, der Volkspark Oberaue ist Thema bei der Radtour und im Drackendorfer Park stellen Frau Winkler vom Landschaftsarchitekturbüro Boock und der städtische Baumschützer Herr Ecke 11:00 Uhr und 13:00 Uhr die zur Umsetzung des Entwicklungs- und Pflegekonzeptes geplanten Maßnahmen vor. Außerdem wird der Heimatverein wieder vor Ort sein Geschichte und Geschichten von und aus Drackendorf erzählen.

„Baustellen“
Baustellen-Führungen gehören zu den Lieblingskategorien am Tag des offenen Denkmals. Glücklicherweise konnten wir auch wieder einige Bauherren überzeugen, Ihre Baustellen zu öffnen:

Volkshaus
Eine der derzeit größten Baustellen und gleichzeitig eine der interessantesten Anlagen ist das Volkshaus am Carl-Zeiß-Platz. Das zwischen 1901 und 1903 auf Initiative von Ernst Abbe nach Plänen Arwed Roßbachs entworfene Gebäudeensemble sollte der „Belehrung und geistigen Anregung der Arbeiter“ dienen. Derzeit laufen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Fassade und im Inneren des Saalgebäudes.

Die Projektverantwortlichen werden diese in Führungen erläutern. 11:00, 11:30, 12:00 und 12:30 gibt es Führungen zu Innensanierung und Umbau (max. je 25-30 Personen), 11:00, 11:20, 11:40, 12:00, 12:20 und 12:40 zur Fassaden und Dachsanierung (max. je 10 Personen).
Aufgrund der notwendigen Begrenzung sind Voranmeldungen erforderlich. Diese werden am 06.09. von 9:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 unter der Telefonnummer (03641) 49-5141 oder per Mail denkmalamt@jena.de entgegen genommen.

Villa Medusa (Ernst-Haeckel-Haus)
Spannend sind die bisherigen restauratorischen Befunde in der Villa Medusa (Ernst-Haeckel-Haus). Das im Stil einer römischen Renaissance-Villa errichtete einstige Wohnhaus Haeckels wurde seit 1920 als Museum für dne wissenschaftlichen und künstlerischen nachlass Haeckels genutzt. Für die anstehende Sanierung sind umfangreiche restauratorische Untersuchungen zur originalen Raumgestaltung vorgenommen worden.

Dipl. Restaurator M. Bruckschlegel wird Ergebnisse dieser Arbeit bei Führungen 10:00 und 11:30 Uhr vorstellen.
Bauhaus
In einem anderen Villenviertel – am Landgrafen – öffnet die in ihrer Gestaltung dem Geist des Bauhauses folgende Villa Weinbergstraße 18 Ihre Pforten. Schreiter & Schlag konzipierten das Wohnhaus für die Familie von Prof. Mentz. Seine Gattin war die Malerin und Graphikerin Frieda Mentz-Kessel. Einige ihrer Arbeiten zieren noch heute die Wände des Hauses.

11:00, 13:00 und 15:00 Uhr bieten die heutigen Eigentümer, Familie Misselwitz, Führungen durch das Haus an.
Weil wir grad bei „Bauhaus“ sind. Das nach Plänen des Gropius-Schüler Ernst Neuffert errichtete Abbeanum öffnet ebenfalls.

14:00 und 15:00 Uhr kann man an Führungen durch das Lehr- und Forschungsgebäude auf dem Helmholtzweg teilnehmen.
Industriebau
Jena ist seit 150 Jahren eine Industriestadt. Die Industriebauten von Zeiss und Schott waren einst wegweisend in ihrer Technologie und Ästhetik.

Bei den Architektur-Führungen im ehemaligen Zeiss-Hauptwerk kann man sich 10:00, 11:00, 14:00 und 14:30 davon ein Bild machen. Besichtigt werden Bau 7, 10 (mit Werkssternwarte), 29 und die Dachterrasse des Verwaltungshochhauses.
Von Nord nach Süd und Ost nach West
Schließlich sei noch auf unsere Ortschaften verwiesen:

In Jenaprießnitz öffnet der hiesige Verein das Kommunbrauhaus von 1764 von 10:00 bis 17:00 Uhr.
In Laasan kann vor der anstehenden Sanierung von 10:00 bis 16:00 Uhr das Rat- und Brauhaus besichtigt werden.
In Lobeda erläutert der Förderverein die Sanierungsmaßnahmen im Gasthaus „Zum Bären“. Eintreten kann man hier von 11:00 bis 15:00 Uhr.
Und auch die Berggesellschaften unterstützen diesen Tag: Auf dem Landgrafen gibt es Erläuterungen zur Geschichte und Arbeit des Verschönerungsvereins und der Berggesellschaften, Forstturm und Bismarckturm regen zum Nachdenken über Erinnerungskultur an und bieten „nebenbei“ schönste Aussichten. Und in der Forst-Sternwarte können Sonnenbeobachtungen durchgeführt werden .

Alles in allem berührt das Motto – wieder einmal – den Kern der Denkmalkultur und wurde daher von Jena als Motto für den städtischen Tag des offenen Denkmals wieder gern übernommen.

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