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Die Antwort auf die Anfrage gibt es am 19.09.2018 im Jenaer Stadtrat.

Stadträtin Dr. Heidrun Jänchen stellt folgende Anfrage:
Der Stadtrat beschließt: Der Oberbürgermeister wird beauftragt, als Vertreter des Gesellschafters im Aufsichtsrat der Stadtwerke und in der Gesellschafterversammlung der jenawohnen GmbH darauf hinzuwirken, dass die Abrechnung der Mietneben-kosten durch jenawohnen so erfolgt, dass die Kosten für Warmwasser getrennt nach Wasser- und Energiekosten für die Erwärmung ausgewiesen werden

Zur Ermittlung der angemessenen Kosten der Unterkunft (KdU) für Menschen, die Leistungen zum Lebensunterhalt beziehen, werden neben der reinen Miete auch die sogenannten kalten Nebenkosten ermittelt. In diese gehen auch die Kosten für Wasser ein, da sie im Gegensatz zu Heizkosten, die stark vom Gebäudezustand und der Lage der Wohnung im Gebäude bestimmt werden, vor allem von der Personenzahl im Haushalt abhängen und deshalb pauschalisiert werden können.
Bei der Ermittlung dieser kalten Nebenkosten können Mietverhältnisse bei jenawohnen regelmäßig nicht ausgewertet werden, weil in der Abrechnung die Kosten für das Wasser an sich und die zur Warmwasserbereitung benötigte Heizenergie nicht separat ausgewiesen werden. Unter den institutionellen Vermietern gibt es dieses Problem nur bei jenawohnen. Die saubere Trennung der Kostenarten ist also nicht unzumutbar kompliziert.
Da die Gesellschaft etwa 25 % des Jenaer Wohnungsbestandes besitzt, fällt für die Ermittlung der KdU ein erheblicher Teil der Wohnungen weg. Dies ist vor allem deshalb negativ, weil jenawohnen einen Großteil der Wohnungen besitzt, die den angemessenen KdU entsprechen und deshalb von Menschen im Leistungsbezug sehr häufig genutzt werden. In der Folge werden die Aussagekraft und Belastbarkeit des Schlüssigen Konzeptes zur Ermittlung der angemessenen Kosten der Unterkunft beeinträchtigt.
Die Stadt als Mehrheitseigner der Stadtwerke und damit auch der Stadtwerke-Tochter jenawohnen hat die Möglichkeit, auf einen Abrechnungsmodus hinzuwirken, der eine Auswertung auch dieser Mietverhältnisse zulässt. Dadurch würde die Datenbasis für die Ermittlung der KdU erheblich verbessert und damit die Belastbarkeit des Konzeptes erhöht.

Beschlussvorlage_Stadtrat_Fraktionen_ (3)

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