"Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk." lautet die Inschrift des Denkmals. Es lade "zum Anfassen und Mitmachen" ein, so Kulturstaatsministerin Grütters.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute die Gelder für das Freiheits- und Einheitsdenkmal auf der Berliner Schlossfreiheit endgültig freigegeben. Elf Jahre nach dem Beschluss des Bundestages zur Errichtung des Denkmals soll der Baustart jetzt zügig vollzogen werden, fordert Kulturstaatsministerin Grütters.

Standort des Denkmals wird die sogenannte „Schlossfreiheit“ zwischen der Spree und dem rekonstruierten Berliner Schloss sein. Foto: Milla & Partner

Es war ein langer Weg bis hierhin: Mit der Bestätigung des Finanzierungskonzeptes für den Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin durch die Haushälter des Deutschen Bundestages ist der Weg für die Umsetzung des Projektes nun frei.

Kulturstaatsministerin Grütters zeigte sich erleichtert: „Mit dem Denkmal wollen wir endlich die Friedliche Revolution in der DDR würdigen. Das haben die Menschen, die das SED-Regime unblutig gestürzt und die Deutsche Einheit möglich gemacht haben, mehr als verdient“, betonte sie nach Bekanntgabe des Beschlusses.

Zusammen können die Besucherinnen und Besucher das Denkmal in eine langsame, sanfte Bewegung versetzen. Foto: Milla & Partner

Zielmarke 3. Oktober 2020
Nachdem sich die Fertigstellung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls nicht mehr erreichen lässt, gab die Kulturstaatsministerin den 3. Oktober 2020 als Ziel für die Fertigstellung aus: „Der 3. Oktober 2020, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, wäre sicher ein würdiges Datum für die Einweihung.“

Das Denkmal in Form einer begehbaren Schale wird mehreren Hundert Menschen Platz bieten. Foto: Milla & Partner

Die Kosten für die Errichtung des Denkmals werden 17,12 Millionen Euro betragen. Die Gelder waren im Haushalt 2018 der Staatsministerin bereits eingestellt, doch bedurfte es noch einer ausdrücklichen Freigabe durch den Haushaltsausschuss.

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal liegt in der Zuständigkeit der Kulturstaatsministerin. Die Umsetzung des Bauvorhabens begleitet das Bundesministerium für Umwelt und Bauen sowie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

„Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk.“ lautet die Inschrift des Denkmals. Es lade „zum Anfassen und Mitmachen“ ein, so Kulturstaatsministerin Grütters.

Bürger in Bewegung
Der Deutsche Bundestag hatte im Herbst 2007 beschlossen, in Berlin ein Freiheits- und Einheitsdenkmal zu errichten. Als Standort des Berliner Nationaldenkmals war die sogenannte „Schlossfreiheit“ zwischen der Spree und dem rekonstruierten Berliner Stadtschloss bestimmt worden. Dort soll das Denkmal auf dem Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals seinen Platz finden.

Der Entwurf „Bürger in Bewegung“ des Stuttgarter Büros Milla & Partner ist einer von insgesamt drei Entwürfen, die im Herbst 2010 als Sieger aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen waren. Er wurde seit dem Wettbewerb in zwei Varianten gestalterisch fortentwickelt und für die Umsetzung technisch weiter präzisiert. Nun werde Milla & Partner die notwendige Ausführungsplanung für den Bau erstellen, so Grütters.

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