• 7.815 Menschen arbeitslos, rund 0,3 Prozent weniger als vor einem Jahr
  • Arbeitslosenquote im Agenturbezirk sinkt auf 5,0 Prozent
  • niedrigste Arbeitslosenquote im Saale-Holzland-Kreis mit 4,1 Prozent
  • Zahl der Bedarfsgemeinschaften weiter rückläufig

„Die Bedingungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt sind für Arbeitnehmer derzeit hervorragend. Immer mehr Menschen stehen in einem Beschäftigungsverhältnis und das Risiko arbeitslos zu werden, sinkt. Ich freue mich sehr darüber, dass die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk erstmals bei glatt fünf Prozent liegt. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften führt auch dazu, dass sich für viele Kunden neue Perspektiven eröffnen. Die Chance einen Job zu finden, ist in der Region so gut wie lange nicht“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Jena, die aktuelle Arbeitsmarktlage.

Arbeitsmarktgeschehen im Überblick

Im September sank die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen im Agenturbezirk Jena um 251 Personen (-3,1 Prozent) auf 7.815. Im Vorjahresvergleich betrug der Rückgang 392 Personen, -4,8 Prozent.

Die Arbeitslosenquote sank auf 5 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 5,3 Prozent.

Der Thüringer Landesdurchschnitt liegt bei 5,2 Prozent.

1.859 Personen meldeten sich im vergangenen Monat arbeitslos. Davon kamen 684 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. 2.095 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 715 eine Erwerbstätigkeit auf.

Arbeitskräftenachfrage

Im September meldeten regionale Arbeitgeber der Agentur für Arbeit Jena (ohne optierende Kommune) 709 Stellen zur Besetzung, 168 Stellen (-19,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Einschließlich der neu eingegangenen Stellen sind der Arbeitsagentur derzeit 4.945 freie Stellen gemeldet.

28 Prozent der neu gemeldeten Stellen sind Arbeitsplätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung. Arbeitsplatzangebote in größerem Umfang kamen aus den Bereichen des verarbeitenden Gewerbes, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel.

Unterbeschäftigung

Im Agenturbezirk Jena sind aktuell 7.815 Arbeitslose gemeldet. Darüber hinaus gibt es Menschen, die ohne arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und gesetzliche Sonderregelungen unmittelbar arbeitslos wären. Die Unterbeschäftigung vermittelt einen transparenten Eindruck über die Zahl dieser Menschen. Rechnet man diese Personen, die ansonsten arbeitslos wären, zu den Arbeitslosen hinzu, sind im September 10.490 Menschen (Vorjahr 11.296 Personen) unterbeschäftigt.

Rechtskreis SGB II

Auch im vergangenen Monat fiel die Bilanz der Jobcenter im Vergleich zum Vorjahr günstiger aus. So wurden in den Jobcentern insgesamt 10.148 Bedarfsgemeinschaften gezählt, 946 (-8,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger lag mit 12.648 Personen unter dem Vorjahresniveau (-1.156 Personen; -8,4 Prozent).

Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter Saale-Holzland-Kreis, Jobcenter Saalfeld-Rudolstadt und Jobcenter jenarbeit) werden 66 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Nach Regionen und Rechtskreisen

Stadt Jena


3.136 Frauen und Männer waren im September 2018 arbeitslos, 49 (-1,5 Prozent) weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 70 Personen (-2,2 Prozent).

Die Arbeitslosenquote sank im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 5,6 Prozent.

Im September meldeten sich 750 Personen neu oder wieder arbeitslos, davon kamen 265 direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten 786 Personen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 259 Personen eine Erwerbstätigkeit auf.

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) waren aktuell 950 Personen gemeldet, 4 weniger als im August, aber 61 mehr als vor einem Jahr.

Im Rechtskreis SGB II – in Betreuung durch das Jobcenter jenarbeit – waren 2.186 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 45 Personen weniger als im Vormonat und 131 Personen weniger als vor einem Jahr.

Das Jobcenter betreut 4.171 Bedarfsgemeinschaften, 293 (-6,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 5.291 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II, 336 Personen (-6 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 278 Stellen zur Besetzung unterbreitet, 140 (-33,5 Prozent) weniger als im September letzten Jahres.
Aktuell sind für die Stadt Jena 2.091 freie Stellen bekannt.

94 Prozent der Stellen sind sofort zu besetzen, bei 83 Prozent handelte es sich um unbefristete Stellen. Der Bereich Produktion und Fertigung (mit den Schwerpunkten Mechatronik, Energie- und Elektro sowie Metallbearbeitung) bot dabei anteilig die meisten Stellen, gefolgt vom Gesundheitswesen sowie dem Handel. Im Schnitt blieben diese Stellen 251 Tage vakant.

Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

2.846 Frauen und Männer waren August arbeitslos, 97 (-3,3 Prozent) weniger als im August und 167 (-5,5 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote lag mit 5,1 Prozent 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

691 Personen meldeten sich neu oder wieder arbeitslos. Davon kamen 254 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten 786 Personen ihre Arbeitslosigkeit, wovon 255 Personen eine Erwerbstätigkeit aufnahmen.

In der Agentur für Arbeit Saalfeld – (Rechtskreis SGB III) wurden im Berichtsmonat 1.017 Arbeitslose gezählt, 59 (-5,5 Prozent) weniger als im August, aber 97 (10,5 Prozent) mehr als im Vorjahr.

64 Prozent aller Arbeitslosen werden vom Jobcenter betreut.

Im Rechtskreis SGB II – in Betreuung des Jobcenters Saalfeld-Rudolstadt – waren im September 1.829 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 38 Personen (-2 Prozent) weniger als im Vormonat und 264 Personen (-12,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Das Jobcenter betreute 3.642 Bedarfsgemeinschaften, 434 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher sank im Jahresvergleich um 564 Personen auf aktuell 4.479.

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 198 Stellen zur Besetzung unterbreitet, das waren 112 weniger als im August und 30 (-13,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Damit befinden sich im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aktuell 1.459 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

97 Prozent der Stellen sind sofort zu besetzen. Bei 92 Prozent handelte es sich um unbefristete Stellen. Der Bereich Produktion und Fertigung (mit den Schwerpunkten Metallbearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugtechnik sowie Mechatronik, Energie- und Elektro) bot dabei anteilig die meisten Stellen. Dem folgen die Bereiche Verkehr und Logistik sowie Gesundheits- und Pflegeberufe. Im Schnitt blieben die Stellen 192 Tage vakant.

Saale-Holzland-Kreis

Im September waren 1.833 Frauen und Männer arbeitslos, 105 weniger als im August und 155 (-7,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf einen Tiefstwert von 4,1 Prozent.

418 Personen meldeten sich im vergangenen Monat neu oder wieder arbeitslos, davon 165 direkt aus Erwerbstätigkeit. Im Gegenzug beendeten auch 523 Personen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 201 eine Erwerbstätigkeit auf.

Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) sank die Arbeitslosigkeit September um 52 (-7 Prozent) auf 693 Personen. Im Vorjahresvergleich waren es 7 Arbeitslose (-1 Prozent) weniger.

Im Rechtskreis SGB II – in Betreuung des Jobcenters Saale-Holzland-Kreis – waren 1.140 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, das waren 53 Arbeitslose (-4,4 Prozent) weniger als vier Wochen zuvor und 148 Personen
(-11,5 Prozent) weniger als im Vorjahr.

62 Prozent aller Arbeitslosen sind in Betreuung des Jobcenters.

Das Jobcenter betreute 2.335 Bedarfsgemeinschaften, 219 (-8,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. 2.878 Personen bezogen Arbeitslosengeld II, 256
(-8,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Von regionalen Unternehmen und Einrichtungen wurden 233 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, 32 (-12,1 Prozent) weniger als im August und 2 (0,9 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit befinden sich im Saale-Holzland-Kreis aktuell 1.395 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

97 Prozent der Stellen sind sofort zu besetzen. Bei 89 Prozent handelte es sich um unbefristete Stellen. Der Bereich Produktion und Fertigung (mit den Schwerpunkten Metallbearbeitung sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik) bot dabei anteilig die meisten Stellen. Dem folgen die Bereiche Verkehr und Logistik sowie Gesundheits- und Pflegeberufe. Im Schnitt blieben diese Stellen 204 Tage vakant.

AMR_AA Jena_201809

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