Jena. Am Samstag, 20. Oktober, wird der Marburger Germanist Prof. Dr. Jochen Strobel zum Abschluss der Ausstellung „Aufbruch ins romantische Universum – August Wilhelm Schlegel“ in einem Vortrag das konfliktreiche Verhältnis zwischen Friedrich Schiller und August Wilhelm Schlegel beleuchten.

Es ist Friedrich Schiller, der den jungen Dichter und Kritiker August Wilhelm Schlegel nach Jena zieht und ihm dort zahlreiche Publikationsmöglichkeiten eröffnet. Mitte der 1790er Jahre ist Schiller zum Mentor des aufstrebenden Literaturkritikers und -theoretikers geworden. Der sich in Jena konstituierenden Frühromantik geht es allerdings nicht ausschließlich um eine vorwiegend didaktisierende Verbreitung ihrer Ideen; die konstitutiv heftige Polemik der jungen Akteure macht vielmehr auch vor persönlicher Diffamierung nicht Halt. Das Zerwürfnis zwischen Schiller und den Brüdern Schlegel muss denn auch traditionell für die angeblich unverrückbar antithetische Ausrichtung von 'Klassik' und 'Romantik' herhalten, ja: August Wilhelm Schlegel gilt als die undankbare Natter, die der wohlwollende Schiller am Busen genährt hatte.

Der Vortrag gilt den Bedingungen und Inhalten der Zusammenarbeit wie dem Prozess der Trennung und schließt die Nachgeschichte bis hin zu Schlegels Anti-Schiller-Xenien
ein.

Veranstaltungshinweis:

Vortrag von Prof. Dr. Strobel, Marburg,
am 20. Oktober im Romantikerhaus
Vom Leitgestirn zum „kranken Uhu“?
August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schiller
Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.

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