Initiativen von Mieterinnen und Mietern diskutieren über Mitbestimmung, Demokratisierung ihrer Wohnverhältnisse und Rekommunalisierung von jenawohnen. (OB und jenawohnen abwesend).

Die Podiumsdiskussion “Mietpreisspirale gemeinsam stoppen – durch Mieterorganisierung von unten” vom 29.11.2018 im Stadtteilzentrum LISA (Lobeda West) war ursprünglich als Diskussion mit dem Oberbürgermeister und dem Pressesprecher oder Geschäftsführer von jenawohnen geplant. Jedoch gab es wenig Interesse an einem Dialog mit der “Bürgerinitiative für soziales Wohnen in Jena”, da sich auch keine anderen Vertreter für die Teilnahme finden ließen.

Die AG „Wohnungswirtschaft“ präsentierte im Rathaus am selben Tag ihre Ergebnisse zur Bedarf am Sozialwohnungsbau. Weder der Mieterverein noch weitere Initiativen, wie die Bürgerinitiative für soziales Wohnen in jena, waren eingeladen. Dies zeigt, dass die Interessenvertretungen der Mieterinnen und Mieter nicht als Akteure der Wohnungspolitik wahrgenommen werden.

 Hand in Hand mit der Stadtverwaltung regieren die Wohnungsunternehmen die Wohnungspolitik Jenas, während Mieterinitiativen eine soziale Wohnraumförderung fordern.

Auf dem Podium der Bürgerinitiative saßen andere Gäste. Die “Initiative für eine demokratische Genossenschaft” und die “Recht auf Stadt”-Gruppe haben mit der Bürgerinitiative für soziales Wohnen in Jena eines gemeinsam: Als Mieterinnen und Mieter in Jena warten sie nicht mehr darauf, dass die Politik etwas für sie tut. Stattdessen versuchen sie seit einiger Zeit über unterschiedliche Wege, ihre Situation selbst zu verändern.

Elodie Vittu von der “Initiative Recht auf Stadt” berichtete von einen offenen Miettreff jeden ersten Mittwoch um 17 Uhr im Gewerkschaftslokal der FAU in der Bachstraße 22. Hier können Mieterinnen und Mieter Unterstützung bei Problemen mit Mietverhältnissen finden.

Die “Initiative für eine demokratische Genossenschaft” wurde durch Sebastian Bandelin vertreten. Ihre Mitglieder versuchen, bei einer jenaer Baugenossenschaft mehr demokratische Mitbestimmung zu erlangen und planen darüber hinaus einen Stadtteilladen am Magdelstieg zu betreiben.

Allen drei Initiativen ist es wichtig, als Mieterinnen und Mieter für ihre gemeinsamen Interessen zu kämpfen, denn “der Druck auf die Politik muss von unten kommen. Woher denn sonst?”, wie Sebastian Bandelin treffend feststellte. “Steigende Mieten sind kein spezifisches Problem von Jena“, stellt Elodie Vittu fest. „Deswegen“, fügt sie hinzu, „lohnt es sich, sich in der bundesweiten Kampagne wie „Mietenwahnsinn stoppen“ einzubringen“.

Autor: Bürgerinitiative für soziales Wohnen in Jena

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here