• DB Fernverkehr mit neuen Intercity-Verbindungen ab Gera
• Zweistündliche Direktverbindungen mit DB Regio nach Leipzig und Halle

Leipzig. Mit dem heutigen Fahrplanwechsel gibt es in Ostthüringen drei bemerkenswerte Verbesserungen im Verkehrsangebot:

Bis zu drei Intercity-Zugpaare am Tag verbinden Gera über Jena, Weimar, Erfurt mit Kassel und Nordrhein-Westfalen. Damit wird Gera wieder in das Fernverkehrsnetz der DB eingebunden. Auf Basis einer Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen können zwischen Gera und Erfurt alle Intercity-Züge auch mit Fahrscheinen des Nahverkehrs bzw. des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT) ohne Aufpreis genutzt werden.

Der Franken-Thüringen-Express (FTX), bisher zwischen Nürnberg, Saalfeld und Jena Saalbahnhof unterwegs, wird bis Leipzig verlängert. Damit besteht alle zwei Stunden eine schnelle umsteigefreie Verbindung von Jena nach Leipzig.

DB Regio Südost übernimmt die Betriebsführung für den zweistündlich zwischen Jena und Halle (Saale) fahrenden RE 18 „Saale-Express“. Eingesetzt werden modernisierte Doppelstockzüge mit Platz für 30 Fahrräder. Die Fahrgäste profitieren außerdem von kostenlosem WLAN.
„Mit diesen spürbaren Angebotsverbesserungen bekennen wir uns zu Ostthüringen mit seinen Metropolen Gera und Jena. Mit der Elektrifizierung der Strecke Weimar–Jena–Gößnitz werden die Voraussetzungen geschaffen, künftig gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen weitere kundenorientierte und integrierte Verkehrslösungen in Ostthüringen anbieten zu können“, betont Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Von der neuen Intercity-Verbindung von Nordrhein-Westfalen nach Gera profitiert der gesamte Freistaat. Die harten Verhandlungen auf Bundesebene haben sich für Thüringen absolut gelohnt. Ostthüringen ist wieder integraler Bestandteil des nationalen Eisenbahnnetzes. Die Menschen, die Wirtschaft und die Wissenschaftsstandorte in Ostthüringen sind die größten Gewinner des neuen Fernverkehrsangebots.“

Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller: „Gera ist endlich wieder an den Fernverkehr angeschlossen. Heute ist ein guter Tag für den Freistaat denn es ist uns gelungen, die historische Fehlentscheidung zu beheben, die vor 15 Jahren dazu führte, Ostthüringen vom Fernverkehrsnetz abzukoppeln. Wir haben auch erreicht, dass in den IC-Zügen die Nahverkehrstickets für Thüringen gültig bleiben und so Nachteile für Fahrgäste im Nahverkehr nach Weimar und Jena verhindern. Dieser Erfolg hat viele Gewinner, vor allem profitieren aber die Fahrgäste und das ist das Wichtigste.“

Die Angebote im Detail:

Gera erhält Anschluss an den Fernverkehr

Bis zu drei Intercity-Zugpaare am Tag verbinden Gera über Jena, Weimar, Erfurt mit Kassel und Nordrhein-Westfalen. Damit wird Gera wieder in das Fernverkehrsnetz der DB eingebunden. Auf Basis einer Vereinbarung mit dem Freistaat Thüringen können zwischen Gera und Erfurt alle Intercity-Züge auch mit Fahrscheinen des Nahverkehrs bzw. des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT) ohne Aufpreis genutzt werden.

Die Intercity (IC) halten zwischen Gera und Erfurt in Hermsdorf-Klosterlausnitz, Stadtroda, Jena-Göschwitz, Jena West sowie Weimar und sind auf diesem Abschnitt in den Takt der Regional-Express-Züge (RE 1 Göttingen–Glauchau) integriert. Folgende IC sind ab 9. Dezember zwischen Erfurt und Gera unterwegs:

Zum Einsatz kommen modernisierte Intercity-Züge mit zehn Stellplätzen, die nach vorheriger Reservierung die Mitnahme von Fahrrädern ermöglichen. Bis zur Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar und Gera erfolgt in Gotha ein Wechsel zwischen Elektro- und Diesellok.

Alle zwei Stunden umsteigefrei von Jena nach Leipzig

Der Franken-Thüringen-Express (FTX), bisher zwischen Nürnberg, Saalfeld und Jena Saalbahnhof unterwegs, wird im Auftrag des Freistaats Thüringen bis Leipzig verlängert. Damit besteht alle zwei Stunden eine schnelle umsteigefreie Verbindung von Nürnberg nach Leipzig mit Halten in Kronach, Lichtenfels, Saalfeld, Rudolstadt, Kahla und Jena sowie in die Gegenrichtung. Die acht Zugpaare pro Tag halten auch in Camburg, Naumburg (Saale) und Weißenfels. Sie benötigen zwischen Jena und Leipzig etwas mehr als eine Stunde Fahrzeit.

Von Jena nach Halle (Saale) in geräumigen Doppelstockwagen

DB Regio Südost übernimmt im Auftrag des Freistaats Thüringen und des Landes Sachsen-Anhalt die Betriebsführung für den zweistündlich zwischen Jena und Halle (Saale) fahrenden RE 18 „Saale-Express“. In Halle (Saale) bestehen Anschlüsse zu den ICE von und nach Berlin.

Eingesetzt werden modernisierte Doppelstockzüge mit Platz für 30 Fahrräder. Die Fahrgäste profitieren außerdem von kostenlosem WLAN im Steuerwagen mit 1. Klasse- und Großraumabteil. Mit Halten in Merseburg, Weißenfels, Naumburg und Bad Kösen werden die beiden Universitätsstädte Jena und Halle (Saale) in nur einer Stunde Fahrzeit miteinander verbunden.

In jedem Zug wird ein Kundenbetreuer mitfahren, der den Reisenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen der Züge gehören Klimaanlage, Informationsbildschirme mit aktuellen Reiseinformationen, Klapptische an den Sitzlehnen bzw. Tische an den Vis-à-vis-Sitzgruppen. Für mobilitätseingeschränkte Reisende gibt es eine Einstiegshilfe und ein geräumiges WC. Die Züge fahren sieben Mal in jede Richtung. Montags bis freitags fährt im morgendlichen Berufsverkehr ein zusätzliches Zugpaar als Regionalbahn (RB).

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here