Russisches Schulbuch einer Zeitzeugin_1946

Die Geschichtswerkstatt Jena zeigt am Mittwoch, dem 12. Dezember 2018, gleich zwei filmische Zeitzeugendokumentationen hintereinander, die im Rahmen der Projektreihe „Zeitzeugenwerkstatt“ entstanden sind. Beide Veranstaltungen finden im Schillerhof Kino im Stadtteil Wenigenjena statt.

Die Dokumentation „Fünf Jahre“ thematisiert Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder von Zeiss-Spezialisten, die per Geheimbefehl Ende Oktober 1946 in die Sowjetunion transportiert wurden – mit und ohne Familienangehörige. In Leningard, Kiew und Vororten Moskaus arbeiteten die Zeissianer bis Anfang der 1950er Jahre, ehe sie wieder in die Heimat zurückkehrten. Wie erlebten die Deutschen – nur wenige Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges – dort? Aus den Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ergibt sich ein vielschichtiges Erinnerungsmosaik. Beginn ist um 16 Uhr im Blauen Saal.

In einer weiteren Dokumentation wird das „Epochenjahr 1968“ befragt. Verdichtet auf wenige Monate ereignen sich vor 50 Jahren weitreichende Entwicklungen, die auch für die nachfolgenden Jahrzehnte prägend sind: der Reformkurs des „Prager Frühlings“ in der ČSSR wird am 21. August durch eine militärische Invasion niedergeschlagen, Studentenproteste in Ost und West, politische Attentate und Bürgerrechtsbewegungen, Sprengung der Leipziger Universitätskirche, zwei deutsche Mannschaften bei Olympia, eine neue DDR-Verfassung und eine Strafrechtsreform vertiefen die deutsch-deutsche Teilung, der anhaltende Krieg in Vietnam erschüttert Menschen weltweit. Beginn ist, ebenfalls im Blauen Saal, um 19 Uhr.

Termin: 12. Dezember 2018
Ort: Schillerhof Kino (Helmboldstraße 1, 07749 Jena)

16 Uhr: Fünf Jahre. Kinder von Zeiss-Spezialisten erzählen
19 Uhr: 1968: Hoffnung – Protest – Ohnmacht. Skizzen eines Jahres

Der Eintritt ist jeweils frei.

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