Der Trägervorstand des Fanprojekts Jena hat sich mit Schreiben vom 14. Februar 2019 an das DFB-Bundesgericht entschieden gegen Veröffentlichungen des DFB im Zusammenhang mit der Berufungsverhandlung gegen den FC Carl Zeiss Jena wegen Vorkommnissen beim Spiel der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den 1.FC Union Berlin verwahrt. Der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Schiedsgerichtes hatte nach der Verhandlung zur Urteilsbegründung unter anderem darauf verwiesen, dass es insbesondere „keine wirksame Kontrolle des im Stadion befindlichen Fanprojekts“ gegeben habe.

Bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung dieser Äußerungen waren der Ärger und das Unverständnis bei Vorstand und Mitarbeitern groß, man einigte sich aber darauf, die offizielle Urteilsbegründung abzuwarten. Diese enthält nach Rücksprache mit dem FC Carl Zeiss Jena jedoch keinerlei Verweis auf das Fanprojekt. Im Schreiben des Vorsitzenden Stefan Roelofs heißt es dazu: „Wir gehen nicht davon aus, dass das DFB-Bundesgericht leichtfertig Verdächtigungen oder unbewiesene Behauptungen in den Raum stellt oder gar Urteile hierauf gründet. … Sollten Ihnen keine belastbaren Informationen vorliegen, die die zitierten Äußerungen begründen, dürfen wir sicher eine eindeutige, ebenso öffentliche Richtigstellung erwarten.“

Dass außerdem die Lage des Fanprojektes im Stadion als „problematisch“ angesehen werde, stößt ebenfalls auf Verwunderung. Räume vor Ort sind sogar ein Kriterium, welches bei der Vergabe des Qualitätssiegels für Fanprojekte abgefragt wird. „Es wäre aus unserer Sicht wünschenswert, wenn gerade seitens des DFB hierzu eine klare, unmissverständliche Kommunikation erfolgen würde, die vermeidet, dass die wertvolle Arbeit der Fanprojekte in Mitleidenschaft gezogen wird.“, schließt der Fanprojekt-Vorstand das Schreiben an den DFB.

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