Von links- Beate Sill (Bürgermeisterin Mühlhausen), Knut Kreuch (Oberbürgermeister Gotha), Annette Projahn (Vizepräsidentin IHK Erfurt und Vorsitzende des Handelsausschusses), Dr. Klaus Sühl (Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Freistaates Thüringen), Angela-Katrin Böhme (Stadtverwaltung Eisenach) und Ingo Wachtmeister (Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales, Stadt Eisenach) Foto: Lutz Ebhardt

Das von der IHK Erfurt und dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft initiierte Netzwerk „Innenstädte erfolgreich machen“ wird fortgeführt. Nach dem sich im ersten Aufschlag die Städte Sömmerda, Apolda, Bad Langensalza und Heilbad Heiligenstadt interkommunal zusammengeschlossen haben, um ihren Innenstädten ein positives Image zu geben, wird nun die Zusammenarbeit mit vier weiteren Städten im Kammerbezirk der IHK Erfurt fortgeführt.

„Viel Überzeugungsarbeit mussten wir nicht leisten, denn jedem Verantwortlichen in den Städten des zweiten Netzwerkes ist die Bedeutung einer attraktiven Innenstadt für die Lebens- und Wohnqualität vor Ort, bewusst“, erklärt Cornelia Dr. Haase-Lerch, stellv. Geschäftsführerin der IHK Erfurt. So konnten die Städte Eisenach, Mühlhausen, Sondershausen und Gotha für die interkommunale Zusammenarbeit gewonnen werden.

Die insgesamt 100.000 EUR Fördermittel aus dem Europäischen Strukturfonds (EFRE) stellen das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft sowie die IHK Erfurt bereit. Die Finanzmittel fließen in ein dreijähriges Coaching, welches die Entwicklungschancen zur Innenstadtbelebung analysieren soll sowie konkrete Ideen und Projekte für die jeweilige Kommune erarbeitet. Ziel ist es weiterhin, mit den Akteuren vor Ort die Zusammenarbeit zwischen ortsansässigen Gewerbetreibenden und der kommunalen Verwaltung zu verbessern. Durch Workshops und Interviews soll mit den vorgenannten Personen ein Diskussionsprozess in Gang gesetzt werden.

„Es ist uns wichtig, das jede Kommune am Ende der Projektzeit eine klare Vorstellung davon hat, welche Management- und Kooperationsform die geeignete ist. Dabei spielen die örtlichen Gegebenheiten und spezifischen Aufgabenfelder eine besondere Rolle. Dies gilt es in den kommenden drei Jahren innerhalb des koordinierten Coachings herauszuarbeiten, resümiert Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Die Stadt Gotha wird die Beantragung und Abrechnung der EFRE-Fördermittel stellvertretend für die anderen drei Kooperationskommunen verantworten. Oberbürgermeister Knut Kreuch zeigt sich erfreut: „Durch dieses Projekt werden wir wieder ein Zeichen setzen. Neben zahlreichen städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen in unseren Städten, wollen wir auch in Sachen Innenstadtmarketing weitere Schritte gehen, damit unsere schönen Zentren auch in Zukunft attraktive Einkaufsorte bleiben.“

Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf, die bei der Unterzeichnung von Ingo Wachtmeister (Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales) vertreten wurde, begrüßt die gemeinsamen Aktivitäten. „Städte brauchen lebendige Zentren. Modernes Stadtmarketing und gemeinsame Aktivitäten von Handel und Kommunen sind der Schlüssel für eine lebendige Innenstadt.“

Die Unterzeichnung der Absichtserklärung fand gestern (20. Februar) im Bürgersaal des Historischen Rathauses Gotha, in Anwesenheit der kommunalen Spitzenvertreter der beteiligten Kommunen, des Staatssekretärs des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, der Vizepräsidentin der IHK Erfurt Annette Projahn und der jeweiligen Mitarbeiter auf Fachebene der vier Projektstädte, statt.

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