Lydia Struck (c) AWO Bundesverband/ Jule Röhr

Weimar. Marie Juchacz (1879-1956), die erste Frau, die in einem gewählten Deutschen Parlament in der Weimarer Nationalversammlung am 19. Februar 1919 eine Rede hielt, gehörte zu den Frauen, die zuvor gegen erbitterten Widerstand, das Frauenwahlrecht in Deutschland erstritten. Mit dem Einverständnis der SPD gründete sie 1919 die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Von 1917 bis 1933 im SPD-Parteivorstand, leitete sie das Frauenbüro der Partei, ab 1919 auch als Mitglied des Reichtages, weshalb sie 1933 vor den Nationalsozialisten über das Saarland und Frankreich in die USA floh, von wo aus sie 1949 nach Deutschland zurück kehrte.

Lydia Struck, Kulturanthopologin, Biografin und Urgroßnichte von Marie Juchacz, gibt Einblicke mit Fotos und Geschichten in das Privat- und Arbeitsleben der Politikerin, u.a. zu Marie Juchacz‘ Haltung zu Frauen- und Friedenspolitik, die besondere Lebensgemeinschaft Juchacz-Kirschmann-Röhl sowie Marie Juchacz‘ Zeit im Exil in den USA, als sie mit Anfang sechzig Englisch lernte und nur wenige Jahre später ihre Networking-Fähigkeiten einsetzte, um die “Arbeiter-Wohlfahrt New York” als Hilfswerk für die Opfer des Nationalsozialismus zu verwirklichen

Lydia Struck:
Mit Kopf und Herz – Marie Juchacz. Ein persönliches Portrait der ersten Frau, die in der Weimarer Nationalversammlung 1919 eine Rede hielt.

Dienstag, 12. März 2019
Um 19:00 Uhr
Notenbank Weimar – Steubenstraße 15
Eintritt: 10 / 7 / WP 1 Euro

Tickets gibt es im VVK bei der Eckermann Buchhandlung.

Kartenreservierung unter: kranz@kranz-pr.de

Der Internationale Frauentag und die Vereinten Nationen
Seit 1975 nutzen die Vereinten Nationen (UN) den Frauentag, um auf frauenspezifische Probleme weltweit hinzuweisen; dazu gehören sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, bessere Bildung für Mädchen, weibliche Genitalverstümmelung und Kinderheirat, Chancengleichheit und vieles mehr. Zur Behebung dieser Probleme beizutragen, ist ein wichtiges Anliegen von Soroptimist International.

Eine Benefiz-Veranstaltung des Club Weimar von Soroptimist International Deutschland in Zusammenarbeit mit der Notenbank Weimar.
Zugunsten von sozialen Projekten für Frauen und Familien in Weimar (u.a. SOS Familienzentrum)

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